Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    ANMELDUNG
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.


gemerkt
merken
teilen

Welche Berufe in Oberösterreich besonders gefragt sind

Von Elisabeth Prechtl, 30. November 2022, 12:56 Uhr
Die heiligen Hallen als Herz für 93 Filialen
Lagermitarbeiter sind besonders schwer zu finden. Bild: Hermann Wakolbinger

WIEN. 34.000 offene Stellen sind derzeit beim Arbeitsmarktservice gemeldet. 73 Prozent davon entfallen auf sogenannte Mangelberufe, die besonders schwer zu besetzen sind.

Die Aussichten in der Wirtschaft sind trübe: Wie berichtet, wird die Wirtschaft im kommenden Jahr nur wenig wachsen - wenn überhaupt. Für den Arbeitsmarkt bedeutet das aber lediglich eine kleine Entspannung, wie es heute, Mittwoch, bei einem Pressegespräch der liberalen Denkfabrik Agenda Austria hieß: Das Problem wird uns in den kommenden Jahren weiter begleiten.

Besonders kritisch ist die Situation in den sogenannten Mangelberufen: Das sind jene Professionen, in denen bei mindestens 100 ausgeschriebenen Stellen auf eine offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitslose kommen. Mehr als 80.000 offene Stellen in Mangelberufen gab es Ende Juli 2022. Damit betraf jede zweite ausgeschriebene Stelle in Österreich einen Mangelberuf. 76 Berufe verzeichnen bundesweit einen Mangel. Dazu kommen 65 regionale Mangelberufe, also solche, die nur in bestimmten Bundesländern schwer zu besetzen sind.

Regionales Gefälle

Hier zeigt sich laut Agenda-Austria-Ökonom Denes Kucsera auch ein großes regionales Gefälle. Besonders dramatisch ist die Situation in Salzburg und Oberösterreich. In unserem Bundesland sind rund 34.000 offene Stellen ausgeschrieben. 73,5 Prozent entfallen auf Mangelberufe. Vor drei Jahren waren es noch 50 Prozent der Stellen.

Am gefragtesten sind Sortierer und Packer, Lagerarbeiter, Elektroinstallateure sowie Händler und Verkäufer. Zum Vergleich: In Wien ist der Anteil der Mangelberufe von fünf auf 8,9 Prozent gestiegen. In der Bundeshauptstadt beschränkt sich der Mangel im wesentlichen auf technische Berufe und die Pflege. Hingegen übersteigt die Zahl der arbeitssuchenden Verkäufer die Zahl der offenen Stellen in Wien um ein Vielfaches.

Auch in Niederösterreich und im Burgenland suchen mehr Menschen einen Job in diesem Beruf, als das Land zu bieten hat.

Anreize für mehr Mobilität

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, braucht es laut Ökonom Hanno Lorenz eine Erhöhung der Mobilität im Inland: "Rund 15 Prozent der Arbeitslosen könnten offene Stellen in Mangelberufen angeboten werden, wenn die Betroffenen bereit wären, in ein anderes Bundesland zu pendeln oder zu übersiedeln." Hier brauche es Änderungen bei den Zumutbarkeitskriterien: Gegenwärtig gilt ein Job nur dann als zumutbar, wenn die Entlohnung zumindest 80 Prozent (für die ersten 120 Tage des Arbeitslosengeldbezugs) bzw. 75 Prozent (bei Arbeitslosigkeit darüber hinaus) des vorherigen Jobs beträgt.

Gerade weil Langzeitarbeitslose (zwölf Monate oder länger) schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, sollte diese Grenze wie in Deutschland ab einer Arbeitslosigkeit von zwölf Monaten auf die Höhe des Arbeitslosengeldes gesenkt werden. Darüber hinaus sollten die zumutbaren Wegzeiten (Hin- und Rückfahrt) von derzeit zwei Stunden pro Tag auf drei Stunden ausgeweitet werden. Auch positive Anreize, etwa ein Mobilitätsbonus, seien denkbar. 

mehr aus Wirtschaft

"Wer jetzt nicht nachhaltig baut, ist in ein paar Jahren nicht mehr dabei"

 Auf Kurs: Alle 18 Tage eine Gesundheits-App

Österreichs Firmen und ihr Dilemma in Russland

Vier Tipps, wie Betriebe heute noch Lehrlinge finden

Autor
Elisabeth Prechtl

Redakteurin Wirtschaft

Elisabeth Prechtl
Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

37  Kommentare
37  Kommentare
Aktuelle Meldungen