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Wirtschaft

Vapiano mit Finanzspritze aufgepäppelt

Von Elisabeth Prechtl 25. Mai 2019 00:04 Uhr

Bei der Restaurantkette Vapiano bestellen die Kunden Pizza und Pasta direkt bei den Köchen.

KÖLN/LINZ. Die Restaurantkette verschiebt die Bilanz, eine erste Filiale in Deutschland schließt – der Linzer Franchisenehmer Hans Brudermann sieht das Unternehmen dennoch gut gerüstet.

„Vapiano ist wie ein großer Heuriger: flexibel, große Tische für viele Personen, das Essen kann unkompliziert geteilt werden“, sagt Hans Brudermann. Der 57-Jährige Gastronom betreibt den einzigen Oberösterreich-Standort der deutschen Restaurantkette Vapiano – als einziger echter Franchisenehmer in Österreich, wie er betont. Die übrigen Standorte in Österreich würden zur Vapiano SE gehören. Seine Unabhängigkeit mache es möglich, sehr selbstständig zu agieren. Die Kundschaft würde das Angebot gut annehmen, so Brudermann.
In Deutschland kämpfte die Restaurantkette mit Sitz in Köln zuletzt allerdings mit einer Vielzahl von Problemen: schwindende Marktanteile, Gewinnwarnungen, Wechsel in Geschäftsführung und Aufsichtsrat.

Rund sechs Euro kostete die Aktie am Freitag. Vor einem Jahr waren es 23 Euro. Am Donnerstagabend wurde bekannt, dass die angeschlagene Restaurantkette dringend benötigte Kredite in Höhe von 30 Millionen Euro von Banken und Großaktionären bekommt. Mit diesen Mitteln soll nun die „finanzielle Restrukturierung“ vorangetrieben werden, sagte Vorstandschef Cornelius Everke. Die Bilanzpräsentation, für gestern, Freitag, geplant, wurde daraufhin bereits zum dritten Mal verschoben. 2017 hatte Vapiano bei einem Umsatz von 370 Millionen Euro 30 Millionen Euro Verlust geschrieben. Tag der Wahrheit ist nun der 18. Juni.

Bei der Pizza- und Pastakette bestellen die Kunden ihr Essen direkt bei den Köchen. So können sie individuelle Wünsche äußern, das Warten in der Schlange wird aber von vielen kritisiert.
In der Linzer Filiale sind 54 Mitarbeiter beschäftigt. Laut Firmenbuch wurde zuletzt ein Umsatz von 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Um im hart umkämpften Markt der Systemgastronomie zu bestehen, sind laut Brudermann Innovationen wichtig: „Eine App ist im Einsatz. Die Karte, mit der das Essen bestellt wird, gibt es auch schon am Handy.“ In Wien werde zudem ein Bediensystem ausprobiert.

Artikel von

Elisabeth Prechtl

Redakteurin Wirtschaft

Elisabeth Prechtl
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