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Wirtschaft

Uniqa will drei heimische Versicherungen zusammenlegen

Von nachrichten.at/apa   20. November 2019 06:58 Uhr

Andreas Brandstetter, CEO der Uniqa Group, kündigte für 2020 eine Straffung der Konzernstruktur an.

WIEN. Die UNIQA Versicherung prüft die Zusammenführung ihrer drei heimischen Versicherungsgesellschaften. Die Prüfung der Fusion haben Vorstand und Aufsichtsrat am Dienstagabend beschlossen.

Konkret wird laut Mitteilung erwogen, die UNIQA Insurance Group AG ("UIG"), die UNIQA Österreich Versicherungen AG ("UAT") und die UNIQA International AG ("UI") miteinander zu verschmelzen, wobei die UAT als operativ tätige Versicherung der Gruppe in Österreich und 100-Prozent-Tochter der UIG die übernehmende Gesellschaft wäre. Die Börsennotierung würde beibehalten, wobei im Falle einer solchen Down-Stream-Verschmelzung für die Aktien der UAT die Zulassung zum Handel an der Wiener Börse beantragt würde, hieß es in einer Aussendung.

Nur noch sieben Vorstandsmitglieder

Die Umsetzung stehe noch unter Vorbehalt der nötigen Organbeschlüsse sowie aller erforderlichen behördlichen Bewilligungen. Sollte die Prüfung des Vorhabens positiv ausgehen, soll die Fusion bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung der derzeit börsennotierten UNIQA Insurance Group am 25. Mai 2020 den Aktionären zum Beschluss vorgelegt werden. Die Verschmelzung soll danach bis Ende September 2020 im Firmenbuch eingetragen werden.

Der Aufsichtsrat der UNIQA Insurance Group hat am Dienstagabend auch die Zusammensetzung des künftigen Vorstands der Gruppe beschlossen: Andreas Brandstetter (CEO), Wolfgang Kindl (Kunde & Markt International), Peter Humer (Kunde & Markt Österreich), Klaus Pekarek (Kunde & Markt Bank Österreich), Peter Eichler (Personenversicherung), Kurt Svoboda (Finanzen & Riskmanagement), Wolf Gerlach (Operations), Erik Leyers (Data & IT), René Knapp (HR & Marke).

Versicherungskonzern mit EGT-Steigerung

Der UNIQA-Versicherungskonzern hat heuer bis September das Ergebnis vor Steuern (EGT) leicht auf knapp 215 Mio. Euro verbessert. Einen vorjährigen positiven Einmaleffekt herausgerechnet, legte das EGT sogar um ein Drittel zu, teilte die UNIQA am Dienstagabend mit. Zugleich kündigte sie für 2020 eine Straffung der Konzernstruktur an, die eine Fusion der drei großen Gesellschaften in Österreich sowie eine Reduktion der Vorstandsposten bringen soll.

Das Neunmonats-EGT wuchs um 2,4 Prozent auf 214,7 (209,6) Mio. Euro, den vorjährigen Einmalgewinn aus dem Casino-Anteils-Verkauf von 47,4 Mio. Euro herausgerechnet, stieg es von 162,2 Mio. Euro aus um 32,4 Prozent. Die verrechneten Prämien stiegen leicht um 1,3 Prozent auf 4,10 Mrd. Euro. Die Combined Ratio (Schäden und Kosten gemessen an den Einnahmen) sank auf 95,9 Prozent. Das Kapitalanlageergebnis ging um 2,3 Prozent auf 433,4 Mio. Euro zurück, jedoch war der Neunmonats-Vergleichswert 2018 durch die 47,4 Mio. ao Casinos-Verkaufsgewinn aufgefettet.

In Schaden/Unfall nahm man bis September um 2,6 Prozent mehr ein (2,20 Mrd. Euro), im Gesamtjahr sollen es zwei Prozent Plus sein. Die weiter boomende private Krankenversicherung brachte um 4,6 Prozent mehr ein (856 Mio. Euro), heuer sollen es insgesamt drei Prozent Zuwachs sein. In Leben sanken die Einnahmen - wegen der niedrigzinsbedingt gedämpften Nachfrage - in den drei Quartalen um 3,7 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro, auch im Gesamtjahr wird es ein Minus geben. In Summe erwartet die UNIQA im Konzern für 2019 ein Prämienplus von rund einem Prozent.

Das EGT soll 2019 über dem um den Casinos-Effekt bereinigten Vorjahresergebnis liegen. Weiterhin beabsichtige man, die jährliche Ausschüttung je Aktie auch kommendes Jahr wieder zu erhöhen.

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