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Wirtschaft

UNIQA wegen Coronakrise erstmals seit 2011 mit Quartalsverlust

Von nachrichten.at/apa   22. Mai 2020 09:21 Uhr

Zuwächse für Uniqa und Do & Co
Uniqa-Chef Andreas Brandstetter (rts)

WIEN. Die Coronakrise hat dem UNIQA-Versicherungskonzern das erste Verlustquartal seit dem Eurokrisen-Jahr 2011 beschert.

Von Jänner bis März drehten das Vorsteuerergebnis und der Nettogewinn in niedriger zweistelliger Millionen-Höhe ins Minus, auch weil zweistellige Covid-19-Rückstellungen gebildet wurden. Das Kapitalanlageergebnis sackte über ein Zehntel ab. Die Prämieneinnahmen stiegen jedoch.
Das Ergebnis vor Steuern (EGT) der UNIQA Group drehte von positiven 42,3 Mio. auf negative 13,1 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Schon Mitte April hatte die UNIQA ein negatives EGT avisiert. Das Konzernergebnis ging von 32,2 Mio. auf -13,2 Mio. Euro zurück, je Aktie von 0,10 auf -0,04 Euro. Das den UNIQA-Anteilseignern zurechenbare Eigenkapital sank gegenüber Ende 2019 von 3,401 Mrd. auf 2,993 Mrd. Euro.

Auch im Gesamtjahr 2020 könnte das EGT negativ sein, hieß es wie bereits Mitte April. Eine Prognose für das Gesamtjahr sei wegen der hohen Unsicherheiten durch Covid-19 weiter nicht möglich.

Im Zusammenhang mit Covid-19 hat die UNIQA "erste Rückstellungen" in Höhe von 37,5 Mio. Euro gebildet, zudem gab es Belastungen durch das Sturmtief "Sabine" und Aufwendungen durch das seinerzeitige Erdbeben in Albanien - dennoch stiegen die Versicherungsleistungen nur um 2,2 Prozent auf 951 Mio. Euro an.

Die Combined Ratio in der Schaden- und Unfallversicherung - Kosten und Schäden gemessen an den Prämieneinnahmen - verschlechterte sich nach Rückversicherung von 96,3 Prozent im ersten Quartal 2019 auf 97,8 Prozent heuer. Die Gesamtkostenquote erhöhte sich dabei (inkl. der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen) auf 28,4 (26,8) Prozent.

Die laufenden Betriebskosten stiegen im ersten Quartal um 16 Mio. Euro - ein Großteil davon entfiel laut UNIQA auf einmalige, vorgezogene Kosten für die bevorstehende Integration der AXA-Gesellschaften in Polen, Tschechien und der Slowakei.

Das Kapitalanlageergebnis schrumpfte binnen Jahresfrist um 11,7 Prozent auf 90 (102) Mio. Euro. Ohne nicht ergebniswirksame positive Währungseffekte im internationalen Geschäft in Höhe von 28 Mio. Euro wäre dieser Rückgang noch stärker gewesen, heißt es. Der Kapitalanlagenbestand verringerte sich gegenüber Ende 2019 von 20,625 Mrd. auf 19,859 Mrd. Euro.

Die gesamten verrechneten Prämieneinnahmen wuchsen um 3,2 Prozent auf 1,578 Mrd. Euro. In Schaden/Unfall legten die Einnahmen um 3,7 Prozent auf 913 Mio. Euro zu, in der Krankenversicherung um 5,1 Prozent auf 304 Mio. Euro. In der Sparte Leben blieben sie mit 361 (360) Mio. Euro fast stabil.

Die Mitarbeiterzahl der Gruppe erhöhte sich im Jahresabstand im Durchschnitt leicht auf 13.052 (12.851).

Virtuelle Hauptversammlung am Montag

Die Hauptversammlung findet wie angekündigt am Montag, 25. Mai, statt - aufgrund der Covid-Beschränkungen virtuell. Dabei soll auch die Dividende für 2019 abgesegnet werden, die wegen Corona von 54 Cent auf 18 Cent je Aktie gedrittelt wird. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2020 wird entfallen, erinnerte die UNIQA; das war bereits Mitte April mitgeteilt worden.

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