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Wirtschaft

"Transformation statt Depression"

05. Mai 2021 00:04 Uhr

"Transformation statt Depression"
Rechts im Bild: Margarete Schramböck

WIEN. Die Regierung kündigt ein Langzeit-Programm für einen stärkeren Wirtschaftsstandort Österreich an.

Sieben Schwerpunkte hat die Bundesregierung am Dienstag präsentiert, um den Wirtschaftsstandort Österreich bis 2040 unter die weltweit attraktivsten zu hieven - die OÖN haben bereits gestern ausführlich darüber berichtet. Ein breiter Prozess mit Sozialpartnern und Unternehmen soll gestartet werden. Bis zum Forum Alpbach im Herbst soll es erste Ergebnisse geben.

Die Schwerpunkte beginnen bei der Digitalisierung der industriellen Produktion und dem Ausbau digitaler Geschäftsmodelle. Weiters sollen Nischenplayer und ihre spezialisierte Technologieführerschaft gefördert werden. Das hoch entwickelte Wissen um "grüne Materialien" hierzulande soll ausgebaut werden, im Bereich Life Science und Gesundheit will man die Weichen so stellen, dass wir "nie wieder in eine Situation kommen" wie in der Coronakrise, als Masken und Medikamente knapp waren, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck bei der Präsentation des Konzepts. Auch Lebensqualität, Kreativität und Kunst sind einer der Schwerpunkte, denn "Hochkultur ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich".

Vizekanzler Werner Kogler sieht in dem Konzept "Transformation statt Depression". Als Vorbild nannte er Wirtschaftsräume wie Oberösterreich, wo eine günstige Mischung aus Forschung und Produktion auf Weltmarktlevel vorhanden sei. Als Beispiel nannte er die Biomasse-Kesselerzeuger. Wer bei der Ökologisierung der Wirtschaft vorne ist, "wird die Vorteile nehmen; wer hinten ist, hat die Kosten", so Kogler. Kanzler Sebastian Kurz betonte – auch in Richtung der befürchteten (Mineralöl-) Steuererhöhungen bei Nicht-Erreichung von Klimazielen – dass man den "Weg der Steuerentlastung" weiter gehen werde.

Gemischte Reaktionen

Die Opposition wirft der Regierung geschlossen vor, lediglich Ankündigungspolitik zu betreiben. SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter wertet das Konzept als "die nächste der unzähligen inhaltslosen Ankündigungspressekonferenzen". Positive Reaktionen kamen von den Vertretungen von Wirtschaft und Industrie. (uru)

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