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Wie werden wir in Zukunft wohnen?

Von Elisabeth Prechtl und Roland Vielhaber   05.November 2020

Wer es sich leisten kann, wird in Zukunft ein eigenes Arbeitszimmer haben wollen. Kleinere Wohnungen werden aus der Mode kommen, da immer mehr Menschen zu Hause arbeiten", sagt Wolfgang Amann. Er ist Wohnbauforscher und geschäftsführender Gesellschafter am Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen (IBW) in Wien.

Seine Beobachtungen decken sich mit den Erfahrungen von den Experten aus der Immobilienbranche: "Die Nachfrage nach Häusern am Stadtrand und im semi-urbanen Raum hat deutlich zugelegt. Es scheint so, also würde dieser Trend relativ stabil bleiben", sagt Amann. Und: "Wenn man künftig tatsächlich mit drei Tagen im Büro und zwei Tagen zu Hause auskommt, könnten das Haus auf dem Land und eine kleine Wohnung in der Stadt ein Lebensmodell werden." Auch das Einkaufen von zu Hause werde an Attraktivität gewinnen.

Amann sagt aber auch, dass Wohnen weiter teuer bleibt: "Die Preise steigen, die Nachfrage nach Betongold ist ungebrochen."

Das habe Sprengkraft: "Wir stehen vor einer Situation, in der die Arbeit insgesamt weniger wird, und es wird Teile der Gesellschaft geben, die in Kurzarbeit sind oder deren Einkunftsmöglichkeiten gänzlich wegbrechen." Der gemeinnützige Wohnbau sei "eine Art Schockabsorber. Er sorgt für Stabilität und Kontinuität".

Wie werden wir unsere Wohnungen aber einrichten? Was sind mögliche Baustoffe der Zukunft und wie schaut das sogenannte Smarthome der Zukunft aus? Antworten finden Sie auf den kommenden Seiten.

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26. Oktober 2021