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Wie die Anwerbung von Expats gelingt

Von Susanna Sailer und Daniela Ulrich   07. November 2019 00:04 Uhr

Wie die Anwerbung von Expats gelingt
Patricio Miranda aus Südamerika, Xiaodan Zhou aus China, Daria Rakhmatulina aus Russland und Smit Pandit aus Indien.

Personalchefs zeigen vor, wie sie internationale Leute finden und diese im Betrieb integrieren

Ausländische Top-Fachkräfte bringen eine Vielfalt an Sichtweisen in ein Unternehmen und entfachen Kreativität. Doch um die richtigen Leute vom globalen Arbeitsmarkt nach Oberösterreich zu locken und diese längerfristig im Betrieb zu halten, braucht es die positive Einstellung aller Beschäftigten. Wir haben uns umgehört, wie einige Top-Unternehmen damit umgehen – und haben vier Mitarbeiter gebeten, als Models für Mode für den Arbeitsplatz zur Verfügung zu stehen – siehe ab Seite 86.

"Man kann Mitarbeiter als Expats gewinnen, wenn Jobinhalt und Funktion zur Lebenssituation passen", sagt Marcel Braumann, Personal-Leiter beim Logistik-Anlagenbauer TGW, wo momentan 30 Mitarbeiter im Expats-Programm sind.

Doch wie sind internationale Fachkräfte eigentlich zu finden? Margit Bencic, Personalverantwortliche beim Software-Unternehmen MIC Customs Solutions mit Sitz in Linz: "Wir haben gute Erfahrungen mit unserer international ausgerichteten Website gemacht. Wir rekrutieren im Ausland nicht aktiv, sondern werden von den Fachkräften gefunden. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass Österreich ein sehr lebenswertes und sicheres Land ist."

Bernhard Reisner, Konzernpersonalchef bei Miba, nutzt die Verbindung zur Uni: "Viele großartige internationale Kollegen sind auf unseren Hochschulen zu finden. So war es auch mit Daria aus Russland. Sie war während ihres Studiums an der TU Graz in meiner Lehrveranstaltung."

Delacon Biotechnik aus Steyregg lässt sich bei der Suche nach internationalen Mitarbeitern von Headhuntern unterstützen. Personalchefin Anna Wolfmayr steckt auch viel Zeit in den direkten Kontakt über die sozialen Medien. Bei allen Unternehmen gehen die "Internationals" durch ein strukturiertes Programm, das ihnen hilft, sich zu integrieren. Zusätzlich werden Deutschkurse und Kontakte zum Service-Center "Welcome 2 Upper Austria" angeboten, wo Fragen bei der Suche nach einer Wohnung oder zum Familiennachzug geklärt werden können.

Bencic: "Wir haben in Linz Menschen mit 26 Nationalitäten beschäftigt. Bei uns herrscht eine offene, wertschätzende Unternehmenskultur, die die Expats willkommen heißt." So sieht das auch die Delacon-Personalchefin: "Wenn Sie in einem Unternehmen mit Kollegen aus 30 Nationen zusammenarbeiten, müssen Sie offen für andere Kulturen sein. Wir arbeiten an einer globalen Unternehmenskultur, die für uns hohen Stellenwert hat." Bei Miba sind inzwischen 17 Nationalitäten vereint. Integration geschieht dort durch Offenheit und Neugierde auf neue Kollegen, die in Freizeitaktivitäten eingebunden werden.

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