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Wirtschaft

Tchibo verzichtet auf Plastikverpackungen

Von Elisabeth Prechtl  11. April 2019 00:04 Uhr

Tchibo verzichtet auf Plastikverpackungen
Das neue Konzept in der LentiaCity: dunklere Regale, weniger Kunststoffverpackungen

LINZ. Erster Standort im neuen "Industriedesign" ab heute in Linz.

Die Regale sind dunkel gehalten, die Decke, an der die Luster hängen, erinnert absichtlich an ein Fabriksgebäude: Der Kaffee- und Textilhändler Tchibo/Eduscho eröffnet heute im Einkaufszentrum LentiaCity in Linz den österreichweit ersten Shop im "Industriedesign". "Die dunklen Farben sollen helfen, die Produkte besser zur Geltung zu bringen", sagt Tchibo/Eduscho-Österreich-Geschäftsführer Harald Mayer im OÖN-Gespräch.

Die wöchentlich wechselnden Tchibo-Produkte wie Kleidungsstücke, Spielsachen und Haushaltswaren werden zudem nicht mehr länger in Plastik eingeschweißt, sondern unverpackt verkauft: Tchibo/Eduscho wolle seinen Kunden Produkte zum Angreifen präsentieren, so Mayer. Bis 2020 will das Unternehmen ohne Kunststoffverpackungen auskommen.

135 Tchibo-Filialen gibt es in Österreich (18 in Oberösterreich), hauptsächlich in Top-Lagen: Neben Einkaufszentren ist die Handelskette in stark frequentierten Einkaufsstraßen und auf Bahnhöfen präsent. Das neue Konzept soll schrittweise auf neue sowie die bestehenden Geschäfte ausgeweitet werden.

Ein großer Bauchladen

Tchibo startete in Österreich 1969 als Kaffeeröster: Heute hat das Unternehmen wöchentlich 50 neue Produkte im Sortiment – neben Gebrauchsartikeln auch Reisen und sogar Mobilfunkverträge, was ihm den Ruf eines "Bauchladens" eingebracht hat: Mayer sieht gerade darin aber die große Stärke des Unternehmens: "Viele kommen zu uns, weil sie Kaffee kaufen wollen, schauen, was es Neues gibt – und werden fündig." Wichtig sei zudem die konsequente Verschränkung von stationärem mit dem Online-Handel: Viele Kunden würden die online bestellte Ware persönlich abholen ("Click and Collect"). Zur Ware zeigt die Verkäuferin dem Kunden zwei Gegenstände, die dazu passen würden.

Konzernchef kommt aus Linz

1200 Mitarbeiter sind in Österreich beschäftigt. Der Umsatz lag zuletzt bei 325 Millionen Euro. Laut eigenen Angaben erzielt die Handelskette ihren Umsatz zu gleichen Teilen mit Kaffee sowie Textilien und Ähnlichem. Vor Weihnachten werden 80 Prozent mit Mode und Gebrauchsartikeln erzielt.

Chef des familiengeführten Tchibo-Konzerns mit Sitz in Hamburg ist ein Oberösterreicher: der gebürtige Linzer Thomas Linemayr, ein ehemaliger Weltklasse-Ruderer.

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Artikel von

Elisabeth Prechtl

Redakteurin Wirtschaft

Elisabeth Prechtl
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