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Wirtschaft

Stronach baut nahe Graz Mikro-E-Autos

11. September 2021 00:05 Uhr

Stronach baut nahe Graz Mikro-E-Autos
Frank Stronach hat große Pläne.

GRAZ/GLEISDORF. Der Unternehmer will Einsitzer um rund 4000 Euro ab Ende 2022 in Österreich verkaufen.

Lange war es ruhig um Frank Stronach. Nun meldet sich der austro-kanadische Unternehmer und Ex-Politiker zurück. In Laßnitzthal nahe Gleisdorf bei Graz will Stronach Elektrofahrzeuge im Miniformat herstellen. Das gab der gebürtige Oststeirer und Magna-Gründer gestern, Freitag, bei einem Pressegespräch an der TU Graz bekannt.

Für das Mini-Elektrofahrzeug namens Sarit wird derzeit bereits ein Werk in Kanada errichtet. Dieses soll im März fertig sein und im Vollbetrieb rund 120.000 Fahrzeuge im Jahr produzieren.

Erste Modelle sollen Ende 2022 auch in Österreich erhältlich sein, und zwar für einen Einstiegspreis von rund 4000 Euro. Geboten wird ein Einsitzer mit etwa 80 Kilometer Reichweite und 25 km/h Maximalgeschwindigkeit. In der Steiermark soll das europäische Hauptquartier samt Fabrik und Forschung entstehen.

"Der Hauptzweck des Autos ist der Weg von zu Hause zur Arbeit und zurück", sagte Stronach, der vergangenen Montag seinen 89. Geburtstag gefeiert hatte. Laufe der Betrieb in Kanada gut, sollen weitere Standorte etwa in den USA und Europa entstehen – "nahe den großen Städten".

In Österreich kann sich der Unternehmer neben dem europäischen Firmensitz nahe Gleisdorf einen weiteren Standort nahe Wien vorstellen.

"Kleinautos sind Zukunft"

Geplant sei, dass in den Werken vorwiegend die Teile, die von Zulieferbetrieben kommen sollen, zusammengebaut werden. 30 bis 40 Millionen Euro würde eine Fabrik pro Jahr kosten, schätzte Stronach. Die Pläne für den Bau in Laßnitzthal könnten im kommenden Jahr konkreter werden. Das Grundstück hat der Unternehmer schon: Vor mehr als einem Jahrzehnt erwarb er dort bereits eine Fläche von rund 13 Hektar.

Die Idee für den Sarit sei ihm vor wenigen Jahren im Stau auf dem Weg nach Toronto gekommen: "Das ist ja eine Vergeudung von Energie, und in 95 Prozent der Autos war nur der Fahrer. Das kann ja nicht sein." Es war der Anlass, an einem Kleinfahrzeug zu tüfteln. Stronach ist überzeugt, dass kleine Fahrzeuge die Zukunft sind: "Ob wir es wollen oder nicht." Die Zeiten, als man von Haus, Garage und großem Auto geträumt habe, seien vorbei, denn früher gab es auch weniger Stau, so Stronach.

Der Unternehmer brachte mit Magna tausende Arbeitsplätze nach Österreich, mit Magna haben die jetzigen Aktivitäten nichts zu tun, sie seien auch nicht abgestimmt, versicherte Stronach.

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