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Stahlindustrie: Wie mit Recycling CO2 eingespart werden soll

Von nachrichten.at/apa, 20. Juni 2024, 11:35 Uhr
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Bei der Herstellung von Stahl wird viel CO2 emittiert. Bild: INA FASSBENDER (AFP)

WIEN. Schrott ist bei der Transformation der Stahlproduktion eine wichtige Ressource, derzeit gibt es aber nicht genug davon.

In Österreich ist die Stahlproduktion für 16 Prozent der bundesweiten CO2-Emissionen verantwortlich, weltweit sind es 7 Prozent. Das rechnete heute das Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII) und der Complexity Science Hub (CSH) vor und erinnert daran, dass in Übereinstimmung mit den EU-Klimazielen bis 2050 EU-weit 80 bis 95 Prozent der CO2-Emissionen in der Stahlproduktion eingespart werden sollen. 

"Eine wichtige Maßnahme zur Erreichung dieser Vorgaben ist die Umstellung auf eine grünere Technologie bei der Stahlherstellung", erklärte dazu ASCII-Direktor und CSH-Wissenschafter Peter Klimek. Ein Schlüsselelement bei der Umstellung sei der Ersatz konventioneller, kohlenstoffintensiverer Sauerstoffeinblasöfen durch strombetriebene, elektrische Lichtbogenöfen. In diesen könne Schrott zur Herstellung von Stahl verwendet werden. So werde Abfall zur Ressource, Schrott werde eine strategischen Reserve.

Dafür müsse aber auch genug Schrott und die notwendige Infrastruktur für den Transport vorhanden sein. "Um 1.000 Tonnen Stahl zu produzieren, muss mit einem jährlichen Anstieg der Schrotteinfuhren um 550 Tonnen und einem Rückgang der jährlichen Ausfuhren um 1000 Tonnen geplant werden", rechnete der Wissenschafter in einer Aussendung vor.

Wie Schrott zu Arbeitsplätzen führen kann 

Beim weltweit größten Stahlproduzenten China seien Änderungen in den Handelsströmen bereits bemerkbar. "In den letzten Jahren haben sich die Schrotthandelsströme dort weitestgehend vom Weltmarkt entkoppelt. Zur gleichen Zeit setzen viele Länder in Europa derzeit auf Schrottexport und laufen dadurch Gefahr, sich von einem wertvollen Rohstoff für ihre eigene Industrie zu trennen", erklärte Klimek.

Demnach könnten durch jedes zusätzliche Schrottunternehmen in der EU etwa 79.000 Tonnen Stahl mithilfe von Elektrolichtbogenöfen produziert werden. "Wenn wir diesen Wert weiterdenken, könnten einige hundert neue Unternehmen erforderlich sein, die unseren Berechnungen zufolge wiederum rund 35.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen könnten", so CSH-Präsident Stefan Thurner. Geplant sei nun ein gemeinsames Projekt zwischen dem ASCII und dem Complexity Science Hub mit dem Linzer Stahlkonzern voestalpine.

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1  Kommentar
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Kukilein (552 Kommentare)
am 20.06.2024 17:01

Es gibt ja in Europa schon zahlreiche Elektrolichtbogenöfen. In einem Profilbericht wurde die Frage gestellt ob der Strompreis 2023 in Österreich nicht weltweit am höchsten gewesen sein könnte? Auch wenn es laut österr. Experten nicht so war, so stellt sich doch die Frage: wie wird sich der Strompreis in Österreich entwickeln, wenn ein derart großer zusätzlicher Verbraucher von elektrischer Energie wie ein Elektrolichtbogen gebaut wird? Wie wird sich die zusätzliche Stromnachfrage in Oberösterreich auf den Strompreis auswirken? Warum wird überhaupt ein zusatzlicher Elektrolichtbogenofen in Europa gebaut, wenn es laut dem Artikel vielleicht auch noch zu wenig Schrott in Europa gibt? Warum wird ein zusätzlicher Elektrolichtbogenofen in Österreich gebaut, wenn die Stromerzeugung in Österreich noch dazu bislang noch nicht zu 100% aus erneuerbaren Energien erfolgt?

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