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Wirtschaft

Schlussspurt rettet Metro nicht vor Umsatzrückgang 2019/20

Von nachrichten.at/apa   14. Oktober 2020 20:10 Uhr

AUT, Fototermin, ++ THEMENBILD ++ Metro
26.04.2020, Linz, AUT, Fototermin, ++ THEMENBILD ++ Metro, Au§enansicht, im Bild Metro, Gro§handel, Handel, Eingang, Einkaufswagen, Linz, Obero?sterreich, Corona, Pressefoto Scharinger © 2020, PhotoCredit D. Scharinger

DÜSSELDORF. Der Großhandelskonzern Metro verzeichnet durch die Corona-Krise trotz einer Aufholjagd im vierten Quartal im Geschäftsjahr 2019/20 Rückgänge bei Umsatz und operativem Ertrag. Die Erlöse schrumpften auf 25,6 (Vorjahr: 27,1) MilliardenEuro, teilte Metro am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Im vierten Quartal (per Ende September) habe Metro dabei annähernd wieder das Niveau des Vorjahres erreicht.

Auch der operative Ertrag (EBITDA) werde im Geschäftsjahr zurückgehen - er werde aber "am oberen Ende des Prognosekorridors erwartet". Metro hatte hier einen Rückgang zwischen 200 und 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Der Handelskonzern blickt nicht nur wegen Pandemie auf ein turbulentes Jahr zurück. Konzernchef Olaf Koch geht zum Jahresende. Großaktionär Daniel Kretinsky hat ein freiwilliges Übernahmeangebot vorgelegt. Der Vorstand hatte die offerierten 8,48 Euro je Stammaktie als zu niedrig abgewiesen, zwei weitere Großaktionäre reagierten ablehnend. Kretinsky und sein Investitionspartner Patrik Tkac wollen mit dem Angebot ihren Metro-Anteil auf über 30 Prozent steigern. Dann können sie sich ungehindert weiter mit Metro-Aktien eindecken. Milliardär Kretinsky dürfte die Schwelle leicht überspringen - verfügt er bereits über 29,99 Prozent und hat sich Optionen über weitere 4,99 Prozent gesichert.

Zudem hatten die Folgen der behördlichen Auflagen zur Eindämmung der Corona-Krise wichtige Kundengruppen der Metro vor allem bis zum Sommer empfindlich getroffen. Koch hatte den Konzern in den vergangenen Jahren verstärkt auf Gastronomie, Hotels und Großküchen und deren Belieferung ausgerichtet. Doch viele Restaurants mussten vorübergehend schließen oder konnten die Kunden nur noch per Lieferservice bedienen. Hotels leiden unter ausbleibenden Reisenden. Besser entwickelte sich das Traditionsgeschäft des Konzerns: Unabhängige Händler und Selbstständige strömten auch in der Corona-Krise in die rund 680 Märkte des Konzerns und deckten sich ein.

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