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RLB-Bilanz: Vorsorgen für Kredite senkten den Jahresgewinn deutlich

Von hn   29.April 2021

Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ

„Wir können sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen“, sagte Heinrich Schaller heute bei der Bilanzpressekonferenz. Volle Auftragsbücher bei vielen exportorientierten Unternehmen und boomende Baubranche und eine stark gestiegene Sparquote, die auf steigende Konsumausgaben nach der Pandemie hindeuten, geben allen Grund für Optimismus.

Der Blick zurück sieht etwas anders aus. 2020 sei ein Jahr mit „großen Herausforderungen“ gewesen. Das habe sich vor allem in deutlich gestiegenen Kreditvorsorgen niedergeschlagen. Diese stiegen  um 139,3 auf 157,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2019 betrugen sie 18,2 Millionen Euro. Schaller wies aber darauf hin, dass es sich zu zwei Drittel um Portfoliovorsorgen gehandelt habe, also über das gesamte Kreditvolumen und nicht für einzelne, notleidende Kredite. 

Die Quote der notleidenden Kredite sank sogar leicht von 1,83 auf 1,79 Prozent. Dennoch rechnet man bei der RLB mit einer Steigerung dieser Quote im laufenden Jahr, aber nicht mit einer großen Spitze. „Ich rechne nicht damit, dass wir Großpleiten sehen werden“, sagte Schaller. 

Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vorjahr leicht um 76 auf 6154 gestiegen. 

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17. Juni 2021