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Wirtschaft

Restaurantkette Vapiano kommt nicht aus der Krise

11. September 2019 09:58 Uhr

KÖLN/LINZ. Die angeschlagene Systemgastronomie-Kette Vapiano, die auch in der Linzer Landstraße einen Standort betreibt, hat abermals tiefrote Zahlen geschrieben. Im ersten Halbjahr 2019 stieg der Verlust auf 34,3 Millionen Euro, wie aus dem am Mittwoch publizierten Halbjahresbericht der Kölner Firma hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war das in etwa eine Verdopplung.

 

Der Konzernumsatz stieg zwar auf 196,6 (Vorjahr: 175,1) Mio. Euro, dies lag aber an Neueröffnungen und Zukäufen. Auf vergleichbarer Fläche sackte der Umsatz hingegen um 3,2 Prozent ab. Zudem wuchs der Schuldenberg deutlich an. Die neue Vapiano-Chefin Vanessa Hall betonte, man müsse die "Gästeloyalität" verbessern.

Der deutsche Pizza- und Pastabäcker ist stark unter Druck. Eine nach dem Börsengang 2017 angekurbelte Expansion ging schief, Restaurants in Staaten wie Schweden entwickelten sich zu Verlustbringern. Ende 2018 wollte ein neuer Firmenchef mit einem Sanierungsprogramm das Ruder herumreißen, doch nach nur neun Monaten im Amt warf er das Handtuch. Erst vor wenigen Tagen übernahm die Britin Hall den Chefsessel, die zuvor an der Spitze des Aufsichtsrats saß. Sie will die Sanierung fortsetzen und die Expansion verlangsamen, 2021 soll die Firma in die Gewinnzone zurückkehren. Vapiano hat 235 Restaurants auf der Welt, etwa ein Drittel davon in Deutschland und 17 in Österreich. 

Mit der Eröffnung in Linz wurde im Oktober 2014 das elfte Restaurant in Österreich in Betrieb genommen.

Bei der Restaurantkette Vapiano bestellen die Kunden Pizza und Pasta direkt bei den Köchen.
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