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Wirtschaft

Rekord: Chinas Wirtschaft wuchs um 18,3 Prozent

17. April 2021 00:04 Uhr

Rekord: Chinas Wirtschaft wuchs um 18,3 Prozent
Rückkehr zur Normalität: Das Reich der Mitte startete mit einem rasanten Aufschwung in das neue Jahr.

PEKING. Im Eiltempo scheint China die Coronapandemie nicht nur abzuschütteln, sondern auch gestärkt daraus hervorzugehen. Das legen gestern, Freitag, veröffentlichte Zahlen des Pekinger Statistikamts nahe.

Laut diesen wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft im ersten Quartal um 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es handelt sich laut Angaben der Statistiker um den größten Sprung seit Beginn der Auswertungen vor rund 30 Jahren.

Für den ungewöhnlich starken Konjunkturschub gibt es mehrere Gründe: Zum einen war die chinesische Wirtschaft im vergangenen Frühjahr wegen der Coronapandemie stark eingebrochen. Damals kam das bevölkerungsreichste Land der Welt für mehrere Wochen beinahe komplett zum Stillstand. Das nunmehrige Wachstum fällt vor allem deshalb so hoch aus, weil die Vergleichsbasis äußerst niedrig ist.

Zum anderen verfolgte Chinas Regierung um Staats- und Parteichef Xi Jinping eine "Null-Covid-Strategie". Ein rigoroser Lockdown und scharfe Einreisekontrollen führten dazu, dass – von kleineren lokalen Ausbrüchen abgesehen – bereits seit gut einem Jahr nur noch sehr wenige Coronafälle auftreten. Die Wirtschaft erholt sich seither.

Diese "nachhaltige und stabile Erholung" habe sich im ersten Quartal fortgesetzt, sagte Liu Aihua, Sprecherin des nationalen Statistikamts. Gleichzeitig warnte sie: "Wir müssen uns jedoch bewusst sein, dass sich die Pandemie immer noch weltweit ausbreitet." Manche Unsicherheiten seien nach wie vor gegeben.

Auch deshalb ist die chinesische Regierung vorsichtig, was das Wachstumsziel für das weitere Jahr betrifft. Bei dem gerade in Peking zu Ende gegangenen Volkskongress war von einem Wert von "mehr als sechs Prozent" die Rede. Optimistischer ist der Internationale Währungsfonds, der China ein Wachstum von weiteren 8,1 Prozent zutraut.

Xi Jinpings "zwei Kreisläufe"

Positive Signale kommen in China sowohl vom Außenhandel als auch vom Binnenkonsum. Aus den Fabriken werden Coronatests, Schutzmasken und Laptops in alle Welt geliefert, und die Einzelhandelsumsätze stiegen allein im März um 34,2 Prozent.

Der neue Wirtschaftskurs wird mit dem Schlagwort "zwei Kreisläufe" beschrieben. Die Strategie von Xi Jinping soll die "innere Zirkulation" fördern, also heimische Nachfrage und eigene Innovation. Der "äußere Kreislauf" mit Handel und ausländischen Investitionen soll dabei helfen.

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