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Arnie schätzt Welser Kompost-Technik

Von Alexander Zens   26. November 2016 00:04 Uhr

Arnie schätzt Welser Kompost-Technik
Compost-Systems-Chef Aurel Lübke (l.) begleitete Arnold Schwarzenegger

Die kleine Firma Compost Systems liefert klimaschonende Abfall-Technologie in die ganze Welt. Arnold Schwarzenegger hat sich in Algerien persönlich davon überzeugt.

Hast du ein Kart’l, damit wir in Kontakt bleiben können?", fragte Arnold Schwarzenegger, ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, den Chef der Welser Firma Compost Systems, Aurel Lübke. Geschehen ist das vor wenigen Wochen im algerischen Oran. Dort errichtet das Unternehmen eine Kompostanlage, die ab 2017 jährlich 6000 Tonnen organischen Abfall zu Kompost verarbeiten soll. Finanziert wird das Projekt von Schwarzeneggers Stiftung R20 (Regions of Climate Action). Dieser kam nach Oran, um die schon errichtete Pilotkompostanlage und die Abfallsortieranlage zu besichtigen. Schwarzenegger sei von dem Konzept begeistert gewesen, sagt Lübke: "Und es hat ihn gefreut, dass so eine Technologie von einem österreichischen Unternehmen in die ganze Welt geliefert wird." Compost Systems werde künftig bei weiteren Umwelt- und Klimaschutzprojekten von R20 tätig sein. Schwarzeneggers Stiftung arbeitet nun auch verstärkt mit jener von Leonardo DiCaprio zusammen.

Lübke hat Compost Systems im Jahr 2002 gegründet. 2007 kamen Bernhard Gamerith und Hubert Seiringer als Gesellschafter dazu. Lübke ist kaufmännischer Geschäftsführer, Gamerith technischer Leiter. Das Unternehmen entwickelt mit zwölf Mitarbeitern Konzepte für Kompostanlagen. Es liefert Technologie und technische Ausstattung, plant und wickelt Projekte ab. Während bei Deponien viel schädliches Methan in die Luft entweicht, emittiert die Abfallbehandlung von Compost Systems kaum Klimagase. Und der Abfall wird zu hochwertigem Kompost recycelt.

Arnie schätzt Welser Kompost-Technik
Ein Kompostumsetzer beim Durchmischen von Kompost

Großanlage in Mumbai startet Anfang 2017

Der Umsatz betrug zuletzt knapp sieben Millionen Euro. Die Exportquote liegt bei 97 Prozent. Kunden sind kleine Bauernhöfe genau so wie große Städte.

In Europa gebe es derzeit wenige Projekte, "weil die Politiker mit der Flüchtlingsthematik beschäftigt sind und auf das Klima vergessen", sagt Lübke. Darum orientiere man sich noch stärker in Richtung andere Kontinente. So gibt es mehrere Aufträge in Kolumbien. Und in der indischen Metropole Mumbai wird – nach Verzögerungen – Anfang 2017 eine 185.000-Tonnen-Anlage in Betrieb gehen. Der Schwarzenegger-Stiftung empfohlen wurden die Welser übrigens von der Wiener Beratungsfirma Brainbows der früheren Grünen-Nationalratsabgeordneten Monika Langthaler.

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