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Wirtschaft

Österreichs Tourismus profitiert vom steigenden Wohlstand in der Welt

Von Ulrike Rubasch  und  Andreas Kremsner 16. Mai 2019 00:04 Uhr

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WIEN. 2018 urlaubten zehn Prozent mehr Chinesen in Österreich, Tendenz stark steigend.

Der heimische Tourismus profitiert enorm vom steigenden Wohlstand in der Welt. Es entstehen im asiatischen und osteuropäischen Raum Mittelschichten, die sich Urlaub in Europa und Österreich leisten können.

Ein Beispiel: Ein amerikanischer Konzern hat kürzlich 12.000 seiner tüchtigsten Mitarbeiter als Belohnung in die Schweiz eingeladen, lauter Chinesen. Bis Ende Mai tingeln sie in drei Wellen durchs Land – Extra-Toiletten, Großeinkäufe in der Gastronomie, 95 Reisebusse sind unterwegs, Alarmzustand im Schweizer Tourismus.

"Wenn sich der chinesische Markt in Bewegung setzt, ist das einzigartig auf der Welt", sieht Michaela Reitterer, Chefin der Österreichischen Hoteliersvereinigung, große Chancen auch für Österreich. Österreich profitiert bereits vom zunehmenden Wohlstand in Asien. Im vergangenen Jahr gingen 1,4 Millionen Nächtigungen in heimischen Hotels auf chinesische Gäste, ein Plus von zehn Prozent. "China ist unser größter asiatischer Markt", sagt Claudia Riebler von der Österreich Werbung.

Noch kommen 85 Prozent aller Touristen, die in Österreich ihren Urlaub verbringen, aus der EU. Neben Deutschen und Einheimischen machen vor allem Niederländer, Schweizer, Briten und Tschechen Urlaub in Österreich.

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Neben China habe sich auch in Südosteuropa eine kaufkräftige Mittelschicht gebildet, sagt Riebler. "Die Wachstumsraten liegen zwischen sechs und neun Prozent, etwa in Ungarn, Rumänien oder Polen." Diese Gäste wollen qualitativ hochwertige Urlaube machen.

Zwar generieren Touristen aus Asien erst ein kleines Stück des heimischen Nächtigungskuchens, doch Wachstumsraten von zehn bis 15 Prozent pro Jahr werden diesen Gruppen allemal vorausgesagt. "Das ist ein Riesenpotenzial. Und da ist der Wintertourismus noch gar nicht berücksichtigt", verspricht sich Petra Nocker-Schwarzenbacher, Geschäftsführerin der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer, viel von den Hoffnungsmärkten. Österreich habe in den vergangenen Jahren viel Wintersport-Know-how etwa nach China exportiert. Schön langsam kommen auch die Gäste, um in der Heimat des Skifahrens diesem Sport zu frönen.

Der zweite große Hoffnungsmarkt im Winter und Sommer, so Nocker-Schwarzenbacher, sei Osteuropa. Hier werde Österreichs Tourismus neben den steigenden Familieneinkommen auch vom zunehmenden Klimabewusstsein der Europäer profitieren, sagt sie. Fliegen werde teurer und gelte hier als klimaschädigend. Mehr Urlauber würden wieder mit dem Auto zu uns kommen.

 

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