Lade Inhalte...

Wirtschaft

Nach langem Hin und Her: Pöttinger finalisiert erste Etappe des neuen Werks

Von nachrichten.at/rom   11. Juni 2021 12:21 Uhr

Gregor Dietachmayr, Sprecher der Pöttinger-Geschäftsführung

SANKT GEORGEN BEI GRIESKIRCHEN. Nach einigen Anläufen ist es nun doch so weit: Der Landmaschinenhersteller Pöttinger hat in Sankt Georgen bei Grieskirchen die erste Ausbaustufe seines neuen Werks fertiggestellt. Dem 100-Millionen-Euro-Projekt war einiges an Widerstand vorausgegangen. 

Werk 4 des Leitbetriebs befindet sich keine zehn Autominuten vom Stammsitz entfernt. Innerhalb eines Jahres hat Pöttinger die erste Montagehalle mit 6300 Quadratmetern Fläche errichtet. Investiert wurden 25 Millionen Euro, im Vollausbau bis 2025 sollen es rund 100 Millionen Euro sein. Das gaben die Pöttinger-Geschäftsführer Gregor Dietachmayr und Jörg Lechner heute, Freitag, bei einem Pressegespräch bekannt. 60 Mitarbeiter erzeugen im neuen Werk Rundballenpressen und Großschwader. Langfristig soll sich Zahl der Belegschaft auf 600 erhöhen. 

Der Neubau sei nötig gewesen, weil das Stammwerk in Grieskirchen aus allen Nähten geplatzt sei, betonte Dietachmayr. „Es ist kein Geheimnis, dass auch die Landwirtschaft einem Wandel unterliegt. Die Anzahl der Maschinen steigt, und sie werden immer größer, weil auch die landwirtschaftlichen Flächen größer werden.“ Das neue Werk stehe nicht nur für Kapazitäts- und Effizienzsteigerung, sondern auch für Nachhaltigkeit. Auf dem Betriebsgelände von 17 Hektar vertraut Pöttinger auf Dachbegrünung, Fußbodenheizung und viel Holz als Baustoff. Aus Bienenstöcken bei der Einfahrt wird Honig produziert. „Es ist ein Gebäude, das keine Industriebrache ist, sondern Generationen überdauern soll“, sagte Lechner. 

OÖN-Lesern ist die Vorgeschichte zu dem Millionenprojekt bekannt: Der Genehmigungsprozess dauerte drei Jahre, weil eine Bürgerliste das Projekt beeinspruchte und bis zum Landesverwaltungsgericht ging. Dieses gab im Jänner des Vorjahres grünes Licht, im Mai rollten die ersten Bagger an. Die Miethalle am Gföllner-Areal in Grieskirchen benötigt Pöttinger nun nicht mehr.

Das neue Werk werde nun Schritt für Schritt erweitert. 2025 soll der Vollausbau erfolgt sein, in der Zwischenzeit kommen noch mehrere Hallen hinzu, unter anderem auch eine für Oberflächenbeschichtung.

Die durch die Corona-Pandemie erlittene Umsatzdelle von vier Prozent soll heuer wieder wettgemacht werden, weil die Auftragsbücher gut gefüllt seien, betonten die Pöttinger-Spitzen. Die 400-Millionen-Euro-Marke beim Umsatz ist zum Ende des Geschäftsjahres (per 31.7.) in Reichweite. Pöttinger beschäftigt weltweit rund 2000 Mitarbeiter.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

4  Kommentare expand_more 4  Kommentare expand_less