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Nach Fehler beim Aktienhandel: 12 Millionen Euro Strafe für Investmentbank

Von nachrichten.at/apa, 20. Juni 2024, 15:00 Uhr
BRITAIN-MARKETS-STOCKS
Auch die Aufsichtsbehörden in London verhängten Geldstrafen. Bild: DANIEL LEAL-OLIVAS (AFP)

MÜNCHEN. Die deutsche Finanzaufsicht hat eine Rekordstrafe gegen die US-Investmentbank Citi verhängt.

Eine milliardenschwere Panne im Londoner Aktienhandel kommt der US-Investmentbank Citi noch teurer zu stehen. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin verhängte eine Geldbuße von 12,98 Millionen Euro gegen Citi, nachdem ein Händler der Bank den Aktienmarkt im Mai 2022 mit einer Falscheingabe in Turbulenzen gebracht hatte. Ein Sprecher der BaFin sagte am Donnerstag, das sei die höchste Strafe, die die Behörde je im Bereich Verbraucherschutz ausgesprochen habe.

Die Londoner Aufsichtsbehörden FCA und PRA hatten gegen Citi in der gleichen Angelegenheit bereits im Mai Geldstrafen von insgesamt 61,6 Millionen Pfund (knapp 73 Millionen Euro) verhängt.

Die BaFin sieht sich mit zuständig, weil die Frankfurter Citigroup Global Markets Europe AG zwar die Überwachung und Verwaltung des Computerhandels nach London ausgelagert hat, wo der teure Fehler passierte. Sie bleibe aber für die sichere Ausgestaltung des Handelssystems verantwortlich. Dieses hatte den Eingabefehler des Händlers nicht erkannt, der eine Kettenreaktion auslöste.

Fehler mit milliardenschweren Folgen

Nach Angaben der Finanzaufsicht FCA hatte der Händler eigentlich nur ein Aktienpaket im Wert von 58 Millionen Dollar in das Computersystem geben wollen, das die Papiere nach einem Algorithmus nach und nach in den Markt geben sollte. Er stellte aber irrtümlich Aktien für 444 Milliarden Dollar (rund 413 Milliarden Euro) zum Verkauf. Einen Teil davon stoppte das Computersystem, ein Auftrag über 189 Milliarden Dollar rutschte aber durch.

Bevor der Fehler intern auffiel, seien in ganz Europa Aktien für insgesamt 1,4 Milliarden Dollar verkauft worden, weil die Kontrollmechanismen von Citi zu langsam gewesen seien, erläuterte die FCA. Das habe einige Indizes für mehrere Minuten belastet.

Eine Citi-Sprecherin sagte, die Aufarbeitung des Falles sei damit abgeschlossen: "Wir haben sofort Maßnahmen zur Stärkung unserer Systeme und Kontrollen ergriffen." Der Fehler eines Einzelnen sei damals "innerhalb weniger Minuten erkannt und korrigiert" worden.

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