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Wirtschaft

Millionenstrafe für Autozulieferer Bosch

Von nachrichten.at/apa   23. Mai 2019 11:41 Uhr

GERMANY-ECONOMY-COMPANY-BOSCH
Bosch-Chef Volkmar Denner

STUTTGART. Nach mehreren deutschen Autobauern muss auch der Zulieferer Bosch wegen der Dieselaffäre ein Bußgeld zahlen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verdonnert Bosch zu einer Strafe in Höhe von 90 Millionen Euro. 

Das teilte die Behörde heute, Donnerstag, in Stuttgart mit. Der Konzern habe die Buße akzeptiert. 

Damit fällt die Zahlung deutlich niedriger aus als etwa bei Volkswagen und den Töchtern Audi und Porsche, die zusammen Bußgelder von mehr als zwei Milliarden Euro zahlen mussten. Die Summe setzt sich jeweils zusammen aus der Ahndung der Ordnungswidrigkeit (zwei Millionen Euro) und einer Gewinnabschöpfung (88 Millionen Euro). Vor allem letztere fiel bei den Autobauern deutlich höher aus.

Bosch ist in den VW-Skandal verstrickt, weil der Zulieferer die entsprechende Motorsteuerung geliefert hat, mit deren Software Volkswagen Diesel manipulierte. Das führte laut Staatsanwaltschaft dazu, dass die jeweiligen Fahrzeuge mehr Stickoxide ausstießen als zulässig. Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Initiative für Integration und Ausgestaltung jeweils von Mitarbeitern der Automobilhersteller ausging. Die Ermittlungen gegen Bosch-Mitarbeiter gehen aber dennoch weiter.

Wie die Staatsanwaltschaft erläuterte, lieferte Bosch ab 2008 rund 17 Millionen Motor- und Dosiersteuergeräte an verschiedene Autohersteller aus, deren Software teilweise die unzulässigen Abgas-Abschalteinrichtungen enthielten.

Die Strafe wird das Unternehmen verkraften können: Bosch setzte im vergangenen Jahr 78,5 Milliarden Euro um, das operative Ergebnis belief sich auf 5,5 Milliarden Euro.

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