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Wirtschaft

Kräftiges Kursplus nach verdoppelter Dividende

19. März 2019 17:54 Uhr

An der Börse heute: Der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann legte heute an der Wiener Börse eine Kursrallye hin. 

Die guten Nachrichten des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann ließen den Börsenkurs des Unternehmens kräftig steigen: Bis zum Abend gab es ein Kursplus von 6,14 Prozent, zu Mittag hatte es ein Kursplus von 6,8 Prozent auf 75,65 Euro gegeben – der höchste Kurs seit mehr als 100 Tagen. Die Basisdaten aus der heutigen Bilanzpressekonferenz: Nach einem kräftigen Umsatzplus blieb unterm Strich ein Gewinn von 41,4 Millionen Euro, nach einem Verlust im Vorjahr. Die Dividende soll von 0,50 auf 1,00 Euro je Aktie angehoben werden.

Die weiteren Gewinner an der Wiener Börse waren: Die Telekom Austria gewann 4,9 Prozent auf 6,69 Euro, die Post AG mit plus 2,17 Prozent. Größter Verlierer war die Erste Group mit minus 1,94 Prozent auf 32,81 Euro, weiters der Stromkonzern Verbund und der Ziegelhersteller Wienerberger. Der Wiener Leitindex ATX gewann 0,22 Prozent auf 3077,38 Punkte.

Im breiter gefassten ATX Prime zogen die Aktien der Porr noch stärker um 7,61 Prozent auf 21,50 Euro an, nachdem der Baukonzern überraschend vorläufige Geschäftszahlen für 2018 vorgelegt hatte. Die Produktionsleistung hat mit einem Zuwachs um 18 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro ein Rekordniveau erreicht. Die Dividende wird unverändert bei 1,10 Euro je Aktie erwartet. 

Außerdem gewannen die Titel von Mayr-Melnhof 1,71 Prozent auf 119,20 Euro. Während der Umsatz des Kartonherstellers im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 2,34 Milliarden Euro stagnierte, stieg des Jahresüberschuss um 5,9 Prozent auf 164,2 Millionen Euro. Aufgrund der "soliden Ergebnisentwicklung" wird der Vorstand eine Dividendenerhöhung von 3,10 auf 3,20 Euro je Aktie vorschlagen, gab das Unternehmen, das seit 15. Jänner Eigentümer von Tann-Papier aus Traun bekannt.

Was heute noch auffiel, war eine weitere Reduktion des Kursziels für die strauchelnde Strumpfhersteller Wolford durch die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank (RCB). Sie haben ihr Kursziel für die Papiere des Strumpfherstellers Wolford von 14,00 auf 12,00 Euro herunter geschraubt. Die RCB-Experten rechnen erst für 2020/21 wieder mit einer Rückkehr in die Gewinnzone beim operativen Ergebnis. Damit hätte das Unternehmen bereits das vierte Jahr in Folge einen Betriebsverlust zu verzeichnen.

International bemerkenswert ist die deutlich skeptischere Einschätzung der deutschen Konjunktur durch die Wirtschaftsweisen. Die Ökonomen und Regierungsberater erwarten in diesem Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent, wie der Sachverständigenrat (SVR) am Dienstag in seiner neuen Prognose mitteilte. Das entspricht einer Halbierung: Im November hatten die Experten noch plus 1,5 Prozent vorhergesagt. Die internationale Börsenentwicklung blieb aber dennoch freundlich.

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