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Wirtschaft

Konjunkturprognose: BIP-Rückgang um mehr als 7 Prozent erwartet

Von nachrichten.at/apa   18. Dezember 2020 11:56 Uhr

IHS-Chef Martin Kocher (links) und Wifo-Chef Christoph Badelt (rechts)

WIEN. Der Wirtschaftseinbruch in Österreich durch die Coronakrise im heurigen Jahr wird mit rund siebeneinhalb Prozent BIP-Rückgang massiv sein.

Für kommendes Jahr rechnen die Experten von Wifo und IHS mit drei bis viereinhalb Prozent Wachstum, für 2022 mit etwa ebenso viel. Allerdings könnte durch einen dritten Lockdown das Wachstum 2021 aus Sicht des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) auf 2,5 Prozent statt 4,5 Prozent abgebremst werden. Die Arbeitslosigkeit erreicht heuer Rekordhöhe und sinkt danach nur langsam, eher erst im Jahr 2022 - und das Budgetdefizit dürfte heuer mit mehr als 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bisher nicht gekannte Höhen erreichen, geht aus den neuen Konjunkturprognosen von Freitag hervor.

Die Institute erwarten für heuer 7,3 bzw. 7,5 Prozent Einbruch der Wirtschaftsleistung, für 2021 dann in ihren Grundannahmen 4,5 bzw. 3,1 Prozent Anstieg, wobei das IHS für 2021 optimistischer ist als das Wifo. Im Oktober sah man für heuer nur knapp 7 Prozent Abschwächung, doch schon im Juni nach dem ersten Lockdown ging man von zumindest 7 Prozent Minus aus.

Fürs übernächste Jahr, 2022, sind Wifo und IHS verhalten optimistisch, das BIP-Plus soll 3,5 bzw. 3,8 Prozent betragen.

Die Arbeitslosenrate, die 2019 nach nationaler Rechnung 7,4 Prozent betrug, dürfte heuer nach Einschätzung beider Institute auf 9,9 Prozent klettern und 2021 mit 9,3 (Wifo) bzw. 9,7 (IHS) Prozent sehr hoch bleiben. Nach 0,7 Prozent Budgetüberschuss gemessen am BIP im Vorjahr dürften heuer 10,1 bzw. 10,7 Prozent Budgetabgang ins Haus stehen, 2021 dürfte das Minus 5,5 bzw. 6,4 Prozent betragen, übernächstes Jahr 3,0 Prozent, sind sich die Fachleute momentan einig.

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