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Wirtschaft

Kika/Leiner: Neuer Anstrich soll aus Verlustzone führen

Von Martin Roithner 26. April 2019

Kika/Leiner: Neuer Anstrich soll aus Verlustzone führen
Kika/Leiner will 2022 wieder Gewinne schreiben.

WIEN. Eigentümerwechsel, Filialschließungen und Mitarbeiterabbau: 2018 war für Kika/Leiner ein Seuchenjahr. Der Tiroler Investor René Benko und die Signa-Holding bewahrten den Möbelhändler vor der Insolvenz.

Ein neuer Anstrich soll das Unternehmen aus der Verlustzone führen. "Wir wollen zurück in die Champions League", sagte Reinhold Gütebier gestern, Donnerstag, bei einem Pressegespräch in Wien. Der Norddeutsche ist seit einem halben Jahr an der Spitze von Kika/Leiner – und krempelt das Unternehmen ordentlich um.

Alle 42 Standorte würden modernisiert, vom Sortiment bis zum technischen Zustand. Die Sanierung koste einen zweistelligen Millionenbetrag, so Gütebier.

Getrennter Markenauftritt

Auch beim Markenauftritt gibt es Änderungen, obwohl beide Marken unter einem Dach firmieren. Während Leiner für das Premiumsegment stehe, trete Kika jünger und lauter auf, sagte Gütebier. "Überschneidungen wird es aber da und dort geben."

Beim Lieferkonzept geht der Möbelhändler neue Wege. Anfang Mai startet in sechs Filialen eine Expresslieferung. Kunden sollen Ware binnen 48 Stunden im Umkreis von 50 Kilometern erhalten. Ab 1. September soll die Lieferung auf Wunsch binnen 24 Stunden erfolgen.

Dass der Weg zurück steinig wird, weiß Gütebier. 2018 lag der heimische Marktanteil von Kika/Leiner bei 20 Prozent, derzeit sind es laut Umfragen magere drei Prozent. Gütebier bekräftigte, in drei Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben zu wollen. Zu Umsatzzahlen äußerte er sich nicht. Branchenbeobachter gehen bei Kika/Leiner von 700 Millionen Euro aus, um 13 Prozent weniger als 2017. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt derzeit 4500, das sind rund 700 weniger als vor der Sanierung.

Generell gelte es, das Tempo zu erhöhen, so Gütebier. Das soll auch den Online-Auftritt betreffen. "Da waren wir kaum existent." 2020 sollen fünf Prozent des Umsatzes via Online fließen, 2021 mehr als zehn Prozent.

Artikel von

Martin Roithner

Redakteur Wirtschaft

Martin Roithner
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