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Jugend und Beruf

Kunststofftechniker sind wahre Allrounder

Von Sonderthemen-Redaktion   17. Oktober 2020 00:04 Uhr

Natalie Kern begann mit 15 Jahren eine Lehre zur Kunststofftechnikerin. Die Lehrzeit beträgt vier Jahre.

Eine Industrielehre im Bereich Kunststofftechnik bietet vielerlei Chancen. Österreichweit erlernen derzeit 400 Jugendliche den Lehrberuf

In der Kunststoffindustrie sind Kunststofftechniker von großer Bedeutung. Sie sind für den gesamten Fertigungsablauf in der Kunststoffwarenproduktion zuständig und planen die Produktionsabläufe. Am Beginn ihrer Ausbildung steht eine Lehre.

Genau diesen Weg ist Natalie Kern bei der Firma Geberit gegangen. Die heute 18-Jährige begann mit 15 Jahren eine Lehre zur Kunststofftechnikerin. Mittlerweile ist sie im vierten Lehrjahr und wird 2021 ihren Lehrabschluss machen. "Ich habe mich schon immer für Technik interessiert, die Lehre Kunststofftechnik war für mich genau die richtige Entscheidung." Spaß an einer körperlichen Tätigkeit, Genauigkeit und technisches Verständnis sind einige der wichtigsten Voraussetzungen für einen Job als Kunststofftechnikerin. "Was ich besonders mag ist, dass ich jeden Tag für den ganzen Prozess verantwortlich bin: von der Herstellung bis zur Fertigstellung eines Produkts. Und dass ich um einiges mehr verdiene als meine Freunde in anderen Lehrberufen, ist natürlich auch ein großer Vorteil."

Kunststoff ist noch ein sehr junger Werkstoff und trotzdem bereits unverzichtbar. So ist er etwa für Maßnahmen gegen den Klimawandel von zentraler Bedeutung. Kein Werkstoff lässt sich so vielseitig verarbeiten und hat so vorteilhafte Eigenschaften. Angesichts des großen Potenzials – auch in Zusammenhang mit Kunststoffen aus biogenen Rohstoffen – gibt es gerade im Bereich Kunststofferzeugung und -verarbeitung spannende Jobmöglichkeiten.

Kunststofftechniker stellen Kunststoffartikel, Halbfabrikate und Bauteile her. Die Palette der Produkte reicht dabei z. B. von Rohren, Folien, Schläuchen und diversen Kunststoffverpackungen über Kunststoffteile für Bauzwecke, Geräte- und Maschinenteile (z. B. Gehäuse, Zahnräder, Scheiben), Einrichtungsgegenstände (z. B. Sanitärartikel) bis hin zu Bauteilen für Fahrzeuge und Flugzeuge. Sie bedienen, steuern und programmieren verschiedene, meist computergesteuerte Produktionsanlagen (z. B. Spritzgussanlagen), wenden aber auch mechanische Verfahren, wie z. B. Sägen, Bohren, Schneiden, Kleben, Löten oder Härten, an. Kunststofftechniker arbeiten in Werkstätten und Werkhallen von Betrieben der Kunststoffverarbeitung im Team mit Berufskollegen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften.

In Österreichs chemischer Industrie werden zurzeit 77 Kunststofftechniker ausgebildet, österreichweit über alle Branchen verteilt erlernen derzeit 400 Jugendliche diesen Lehrberuf.

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