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Jugend und Beruf

Eine neue Generation erobert die Arbeitswelt

Von Sonderthemen-Redaktion   02. Oktober 2021 00:04 Uhr

Eine neue Generation erobert die Arbeitswelt
Die Gen Z fordert ihr Stück vom Kuchen ein: Sie will, dass der Arbeitgeber ihr Raum gibt für die persönliche Entwicklung, aber auch für die Partizipation an der Weiterentwicklung des Unternehmens.

Wie die Generation Z tickt, beschäftigt nicht nur die Markenwelt, sondern auch die potenziellen Arbeitgeber der unter 25-Jährigen.

Mit der Generation Z wächst die erste Generation auf, die keine analoge Welt mehr kennt. Doch welche Merkmale sind typisch für die Gen Z? Was erwartet sie von der Arbeitswelt? Und was die Arbeitswelt von ihr?

Beginnen wir ganz von vorne: Wer gehört eigentlich zur Gen Z? Die Generation Z folgt auf die Generation Y. Wann genau sie beginnt, ist allerdings umstritten. Diskutiert werden Jahrgänge von 1990 bis 2000. Bereits die Generation Y zählt zu den Digital Natives. In der Generation Z verstärkt sich das nochmal, vor allem der Mobil-trend. Die Gen Z kennt keine Welt mehr ohne digitale Medien. Sie bewegt sich wie keine andere Personengruppe im Netz und integriert das Smartphone vollständig in ihr Leben. Herangewachsen in einer hektischen und turbulenten Welt, in der es viele Möglichkeiten und wenig Zeit gibt, in Ruhe zu entscheiden.

Gleichzeitig politisiert sich die Gen Z wieder deutlich mehr als die Vorgängergenerationen und tritt zum Beispiel für einen verbesserten Umweltschutz ein. Erwachsen geworden ist diese Generation in Jahrzehnten vieler Krisen – von den Terroranschlägen des 11. September über Finanz-, Migrations- und Klimakrise bis hin zur Corona-Pandemie.

In sich gespalten

"Was will die Generation Z am Arbeitsmarkt?": Mit dieser Frage hat sich die Nebenjob-Plattform Zenjob beschäftigt und in einer Studie die Werte und Wünsche der Gen Z in Bezug auf ihr Arbeitsleben abgefragt. Es zeigte sich: Die Wünsche und Ansprüche der jungen Menschen im Arbeitsleben sind sehr vielschichtig. Das Verhältnis der Gen Z zum eigenen Arbeitsrhythmus ist von außen betrachtet komplex und nicht immer ganz schlüssig. Kein Wunder, denn die Generation ist im Hinblick auf ihren künftigen Arbeitsalltag in sich gespalten, zwischen dem Wunsch nach festen Arbeitszeiten (50 Prozent) und dem Bedürfnis nach Flexibilität (50 Prozent).

Gen Z pocht auf Autonomie

Zwar wollen 78 Prozent der Gen Z Berufliches und Privates trennen. Es ist gleichzeitig aber für 70 Prozent unter ihnen kein Problem, auch im Urlaub erreichbar zu sein. Wichtig ist ihnen dabei jedoch Autonomie. 83 Prozent der Gen Z wollen sich ihre Zeit selber einteilen, um nach dem eigenen Rhythmus arbeiten zu können. Gleichzeitig stellt diese Eigenorganisation die jungen Arbeitskräfte aber auch vor einige Herausforderungen. Jeder Zweite erklärte, dass das in der Praxis noch nicht immer gelingt.

Die inneren Werte zählen

"Bis auf den Faktor Gehalt liest sich das Gen-Z-Ranking für die Präferenzen des Arbeitsplatzes mehr wie ein Dating-Profil als eine klassische Stellenausschreibung”, fassen die Studienautoren von Zenjob zusammen. Die heute unter 25-Jährigen wünschen sich demnach Ehrlichkeit, Offenheit für Kommunikation, Ideen und Konzepte und schätzen es, wenn Unternehmen in ihre individuelle und professionelle Weiterentwicklung investieren. Auch Nachhaltigkeit und soziales Engagement sind ihnen wichtig. Weiter unten ranken Ansprüche wie Diversität, flache Hierarchien und Firmenfeiern.

Mitgestalter statt Rebellen

Ganz klar ist laut Zenjob: "Karriere allein zieht nicht mehr.” Die Gen Z rebelliere aber auch nicht, sondern fordere lediglich für sich ein, aktiv mitzugestalten, und das in allen Aspekten ihres Lebens – auch bei der Arbeit. Zwar stehen die Vereinbarkeit des Jobs mit dem Privatleben (69 Prozent) sowie Flexibilität (54,8 Prozent) an den obersten beiden Stellen der Bedürfnispyramide, ihnen folgen aber direkt persönliche Identifikation (54,7 Prozent) und vielfältige Aufgaben (52,5 Prozent). Gerade der Faktor persönliche Identifikation ist im Vergleich zum Zenjob-Vorjahresranking im Wert gestiegen und von Platz fünf in die Top Drei gerückt. Arbeitsplatzsicherheit ist immerhin 45,4 Prozent besonders wichtig. Dass ein Unternehmen besonders digital und fortschrittlich ist, ist derweil nur für 23,6 Prozent der Befragten elementar.

Für die Studie "Future of Work" wurden rund 1200 Vertreterinnen und Vertreter der Gen Z in Deutschland befragt.

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