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Jugend und Beruf

Berufliche Bildung bietet beste Chancen auf Arbeit

Von Sonderthemen-Redaktion   17. Oktober 2020 00:04 Uhr

Die HBLA Lentia ist eine von vielen erfolgreichen berufsbildenden Schulen

Österreich profitiert von seinem berufsbildenden Schulsystem, sagt eine OECD-Studie

Die OECD-Studie "Education at a glance" zeigt in diesem Jahr im Ländervergleich, wie die teilnehmenden Staaten bei der beruflichen Bildung aufgestellt sind. "Beim diesmal gewählten Schwerpunktthema der Berufsbildung weist Österreich erwartungsgemäß sehr gute Ergebnisse auf", betont Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), die Vorreiterrolle Österreichs, bei der Anfang September veröffentlichten Studie.

"Dass 68 Prozent der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II eine Schule mit beruflicher Orientierung besuchen, liegt weit über dem OECD- und EU-Schnitt. Das zeigt die starke Rolle und hohe Akzeptanz der beruflichen Bildung in Österreich", sagt der IV-Generalsekretär. Entsprechend wichtig und erfreulich sei auch – anders als in der Allgemeinbildung – die mit 80 Prozent hohe Erfolgsquote im berufsbildenden Schulsystem, womit Österreich im OECD-Ranking den dritten Platz einnehme.

Berufsbildung forcieren

Doch gerade, weil es sich um ein Stärkefeld handle, das unter anderem dem - persönlich und volkswirtschaftlich äußerst nachteiligen – frühen Bildungsabbruch entgegenwirke, dürfe man bei der Berufsbildung nicht nachlassen. "Neben der von der Bundesregierung ambitioniert angegangenen Attraktivierung der Lehrausbildung braucht es eine nachhaltige Verbesserung der Schnittstellen zu anderen Bildungsbereichen, etwa zu diversen höheren Bildungsangeboten", sagt Neumayer, der hinzufügt: "Sinnvoll wäre außerdem eine strukturierte Eingangsphase für die Lehre, denn aktuell besuchen nur weniger als 30 Prozent der angehenden Lehrlinge die dafür vorgesehene Polytechnische Schule."

Darüber hinaus stelle die Bildungsqualität bis zum Ende der Pflichtschulzeit weiterhin eine "bildungspolitische Baustelle" dar. Notwendig sei eine Aufwertung der Elementarbildung mit bundesweit einheitlichen Rahmenbedingungen und Qualitätsstandards, denn "wir müssen dort zielgerichtet investieren, wo es den größten Nutzen gibt", sagt der IV-Generalsekretär. Zudem müsse die Phase der schulischen Grundbildung bis 14 Jahre positiv aufgewertet werden. Die von der Regierung geplante Mittlere Reife könne ein für alle Schülerinnen und Schüler motivierendes und für aufnehmende Bildungsinstitutionen aussagekräftiges Abschlusszertifikat der Grundbildung werden.

"Erklärtes Ziel müssen die individuelle Begleitung von Bildungskarrieren, die Sicherstellung von Mindeststandards sowie das Fördern von Spitzenleistungen sein", stellt Neumayer klar.

Beschäftigungsquote steigt

Der Bericht zeige auch eindrücklich auf, dass mit zunehmendem Bildungsstand die Beschäftigungsquoten steigen. So liegt Österreich im Tertiärbereich mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent weit unter dem EU-23- und dem OECD-Wert von 5,4 bzw. 5,2 Prozent. "Damit das auch so bleibt, muss künftig die Praxisnähe in Lehre und Forschung gewährleistet werden: einerseits durch die verstärkte Anwendungsorientierung des Universitätsstudienangebots und andererseits durch die konsequente Erhöhung von Fachhochschulstudienplätzen", so der IV-Generalsekretär abschließend.

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