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Berufe mit Zukunft

Mehr Anfänger und ein klarer Aufwärtstrend

Von Sonderthemen-Redaktion   29. Januar 2022 00:04 Uhr

Ein Resümee und ein guter Ausblick: Die Lehrlingsbilanz im Gesamtjahr 2021 zeigt ein Plus von 4,8 Prozent im ersten Lehrjahr.

Die Lehre ist im Aufwind: "Auf Österreichs Ausbildungsbetriebe ist Verlass, die Lehre wird ihrem krisenfesten und zukunftssicheren Ruf gerecht. Die Zahlen für 2021 belegen, wie sehr sich die duale Ausbildung trotz der schweren und unerwartet langwierigen Corona-Pandemie bewährt", zieht Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, eine positive Bilanz.

Mehr Lehranfänger

Mit Stichtag 31. Dezember 2021 gab es in Österreichs Ausbildungsbetrieben 29.592 Lehrlinge im ersten Lehrjahr. Das sind um 1342 oder 4,8 Prozent mehr Lehranfänger als ein Jahr davor. Bei den Gesamtzahlen (über alle Jahrgänge) wirken die zwei Corona-Krisenjahre belastend nach: Mit 100.714 Lehrlingen in den Ausbildungsbetrieben per Ende 2021 gibt es hier noch einen geringfügigen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, konkret um 462 Lehrlinge oder minus 0,5 Prozent.

Längerfristiger Aufwärtstrend

Dieses Minus wird aber zusehends kleiner und ist vor allem der durch etliche Lockdowns besonders schwierigen Situation im Tourismus und der Freizeitwirtschaft geschuldet. Aber auch hier gibt es sehr positive Entwicklungen: "Die Zahl der Lehranfänger ist auch im Tourismus und der Freizeitwirtschaft 2021 gestiegen, und das mit 10,3 Prozent sogar deutlich über dem Durchschnitt." Das Image der Lehre ist klar im Aufwind, so Kühnel: "Wir sind überzeugt, dass sich der seit einigen Jahren beobachtbare Anstieg der Lehrlingszahlen, der durch Corona kurzzeitig unterbrochen wurde, in den nächsten Jahren fortsetzen wird." Dabei könnte die Bilanz sogar noch deutlich positiver ausfallen. Viele Ausbildungsplätze sind nämlich unbesetzt, weil die Betriebe keine geeigneten Bewerber finden. Laut AMS gibt es österreichweit momentan um 6836 weniger Bewerber, die eine Lehrstelle suchen, als offen gemeldete Stellen. Die Ankündigung von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, dass für unterschiedliche Formen der Lehrlingsförderung erneut 20 Mio. Euro bereitstehen werden, wird von Kühnel sehr begrüßt: "Diese Förderungen zielen auf ergänzende Ausbildungsinhalte ab, sie erhöhen die Qualität also noch zusätzlich und sind die besten Zukunftsinvestitionen. Sie bringen Mehrwert für die jungen Menschen, die Ausbildungsbetriebe, die sie beschäftigen, und für den Standort Österreich, der immer stärker unter dem Fachkräftemangel leidet."

Bildung im Mittelpunkt

2022 ist das Jahr der Jugend, es wird in Österreich aber auch ganz im Zeichen der beruflichen Fort- und Höherbildung stehen – einerseits mit dem österreichweiten Roll-out der Dualen Akademie, einer vertieften dualen Fachkräfte-Ausbildung für Trainees nach der Matura, und andererseits mit der gesetzlichen Grundlage für die höhere Berufsbildung. "Damit wird eine Basis für berufliche Bildungsabschlüsse auf tertiärem Niveau geschaffen. Das sind Meilensteine für die Aus- und Weiterbildung in Österreich", sagt Kühnel.

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