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Berufe mit Zukunft

Dachdecker: Mangelberuf und krisensicher

Von Sonderthemen-Redaktion   30. Januar 2021 00:04 Uhr

Dachdecker: Mangelberuf und krisensicher
Dachdecker konnten im vergangenen Jahr fast durcharbeiten. 2021 hofft das Handwerk auf eine Erholung der Konjunktur.

45 Mangelberufe stehen auf der Liste des Arbeitsministeriums für das Jahr 2021, viele davon betreffen das Handwerk

Die Mangelberufsliste des Arbeitsministeriums zeigt jährlich auf, in welchen Berufsgruppen ausgebildete ausländische Fachkräfte in Österreich tätig werden können. 45 Mangelberufe sind es im Jahr 2021 in ganz Österreich. Dazu kommen weitere für einzelne Bundesländer. Zu den Mangelberufen 2021 zählen unter anderem Dreher, Lokomotivführer, Bodenleger, Schlosser, Kfz-Mechaniker, Lohnverrechner, Augenoptiker, Diplomierte Krankenpflegekräfte und Pflegefachkräfte sowie Ärzte.

Auch im Ausland ausgebildete Dachdecker können in Österreich arbeiten. Zwar hat die Corona-Krise auch die Handwerksbranche getroffen, das Bau- und Baunebengwerbe konnte jedoch im vergangenen Jahr im Vergleich zu vielen anderen Branchen fast durcharbeiten. Erst im vierten Quartal 2020 brachen die Aufträge laut einer Studie der KMU Forschung Austria im Vergleich zum Vorjahr etwas ein. Mit angedachten Maßnahmen wie dem Handwerkerbonus sollen sich die Auftragsbücher in diesem Jahr wieder füllen.

Als Klimaschützer gefragt

Dachdecker werden also auch in der Zukunft gefragt sein. Spannend ist der Beruf ohnehin, in den letzten Jahren kommen neben den rein handwerklichen Fragen aktuelle gesellschaftliche Themen hinzu. Durch Dämmen von Dach und Fassade, den Einbau von Fotovoltaik- oder Solaranlagen oder das Planen von Gründächern können die Dachdecker einiges in Sachen Umwelt bewegen, daher ist ihre Beratungsleistung auch als Klimaschützer zunehmend gefragt. Die Sicherheitsstandards im Dach- deckerhandwerk sind hoch: "Das Thema Arbeitsschutz und -sicherheit war auf der Fachmesse DACH+HOLZ International im Februar 2020 ein wichtiges Thema. Zahlreiche Neuerungen, wie mittels Drohne den Dachstuhl inspizieren oder in der virtuellen Realität erleben, wie der Arbeitsschutz von morgen aussieht, faszinierten die Besucher", sagt Artur Wierschem, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH).

Die Digitalisierung erhält auch im Dachdeckerhandwerk Einzug und macht ihn damit zu einem modernen Beruf mit interessanten Weiterbildungsmöglichkeiten. In Österreich ist die Zahl der Dachdecker-Lehrlinge in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Eine Ausbildung, die trotz Männerdominanz zunehmend weibliche Lehrlinge anlockt. In Deutschland konnte zuletzt die Zahl weiblicher "Azubis" innerhalb eines Jahres um 27 Prozent gesteigert werden.

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