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Wie zwölf Unternehmen klassische Rollenbilder aufbrechen wollen

05. Februar 2022 00:04 Uhr

Wie zwölf Unternehmen klassische Rollenbilder aufbrechen wollen
Nur ein Viertel der Technikjobs ist mit Frauen besetzt.

Die neue Mintality-Stiftung soll mehr Frauen in die Technik bringen.

Frauen an der Kasse, Männer als Metalltechniker – so sehen die Rollenbilder in der Wirtschaft nach wie vor aus. Hinzu kommt, dass in Österreich lediglich ein Viertel aller hochqualifizierten Wissenschafts- und Technikjobs mit Frauen besetzt ist. Mit der neuen Stiftung "Mintality", die von neun Unternehmen – u. a. Miba , Fronius, TGW Logistics und Greiner – sowie von Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer und der staatlichen Innovationsstiftung für Bildung gegründet wurde, soll sich das künftig ändern. "Langfristig streben wir fünf Prozent mehr Absolventen in den Mint-Fächern an", sagte Therese Niss. Die Vorständin der Mitterbauer Beteiligungs-AG (Miba) ist die Initiatorin. Mint steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Weg von Stereotypen

Nun könne man einen Bewusstseinswandel generieren und die traditionellen Rollenbilder aufbrechen. "Gleichzeitig muss unsere Gesellschaft wissenschafts- und technologieaffiner werden, als sie es derzeit leider ist", fügte Fronius-Geschäftsführerin Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß hinzu. Gelingen soll das mit Lehrerfortbildungen und der Förderung von konkreten Projekten. Jedenfalls in den Startlöchern steht schon das digitale Lernspiel "Robitopia" aus Oberösterreich, das österreichweit ausgerollt werden soll. In dem von Niss mitentwickelten Lernspiel für Mädchen reisen die Kinder digital mit einem Roboter durch das Weltall und lernen die technischen Berufe durch das Lösen von Aufgaben kennen. Für die Zukunft ebenso geplant: Weitere Mitstreiter für Mintality zu finden. Laut Niss führe man Gespräche. Aktuell ist die Stiftung mit 1,2 Millionen Euro jährlich dotiert. (ika)

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