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Weiterbildungsbudgets sind schwächer dotiert als in Vorjahren

17.Juli 2021

Weiterbildungsbudgets sind schwächer dotiert als in Vorjahren
Kongressbesuch trotz Pandemie (IMH)

Zeit und Geld, die in Österreich für Weiterbildung aufgewendet werden, seien auf dem niedrigsten Niveau seit sieben Jahren. Das zeigt eine Umfrage, die der Konferenz- und Seminaranbieter IMH Anfang des Jahres durchgeführt hat. Demnach liegt ein aus den Ergebnissen errechneter Index auf dem tiefsten Niveau seit 2015. 62 Prozent der Unternehmen (nach 66 Prozent) lassen das Weiterbildungsbudget unverändert. Mehr ausgeben wollen neun von 100 Betrieben – nach zwölf im Jahr davor.

Manfred Hämmerle, Geschäftsführer des Weiterbildungshauses, hinterfragt die Bekenntnisse zur beruflichen Ausbildung: Zwar gäben neun von zehn an, dass Weiterbildung wichtig sei. Aber gleichzeitig sei der Index auf dem niedrigsten Stand seit Erhebung. Auffallend sei, dass die Chefs bei sich selbst noch immer großzügig seien. Die eigenen Budgets werden nicht gekürzt, die Chefs investieren Zeit und Geld in ihre Aus- und Weiterbildungsinteressen. Die Mitarbeiter aber, so ein Ergebnis der Studie, werden kurzgehalten.

Stefan Teufl, ebenfalls von IMH, hat eine Erklärung, warum die Weiterbildungsbereitschaft im Management zunehme: "Die Anforderungen an Führungskräfte steigen immer mehr an. Es gibt einfach den Bedarf, sich zu professionalisieren." Erfreulich niedrig sei der Wert jener, die auf Weiterbildung verzichten: Das seien nur zwei Prozent der Befragten.

Sehnsucht nach Treffen

Aktuell sei der Wunsch nach einem Gegenüber "aus Haut und Haaren" groß. Teufl sieht den Effekt, dass die Menschen von den vielen virtuellen Meetings ermüdet seien und bei persönlichen Treffen lernen wollten. Längerfristig werde sich der Trend zu digitalen Lernformaten weiter verstärken. Mehr als 80 Prozent der Befragten gehen davon aus, in fünf Jahren sowohl klassische Seminare als auch Online-Kurse zu nutzen.

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