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Warum digitale Geschäftsmodelle für etablierte Unternehmen so wichtig sind

Von Elisabeth Prechtl  05. Februar 2022 00:04 Uhr

Warum digitale Geschäftsmodelle für etablierte Unternehmen so wichtig sind
Der 38-jährige Oliver Greifenstein gibt sein Wissen auch weiter.

Oliver Greifenstein hat einen Kurs für die "Digitalisierungsmanager" von morgen gestartet.

Ein Kunde kauft bequem vom Sofa aus ein, legt sein Wunschprodukt in den digitalen Warenkorb, will bezahlen – und kann den Gutschein nicht online einlösen. Für Konsumenten ist dies ärgerlich, und für Unternehmen kann es schlimmstenfalls bedeuten, einen Kunden zu verlieren.

Bei Problemen wie diesen möglichst zeitnah einzugreifen ist eine Kernaufgabe des Linzer Softwarekonzerns Dynatrace, der Unternehmen ab einer Milliarde Euro Umsatz auf dem Weg der Digitalisierung begleitet. Zu dessen Kundenstock gehört etwa die US-Kaufhauskette Walmart: "Die hohe Nachfrage nach digitalen Produkten und Online-Dienstleistungen soll sicher und nachhaltig ablaufen", sagt Oliver Greifenstein. Er ist seit 15 Monaten für das von Bernd Greifeneder gegründete Unternehmen, das mittlerweile in New York auch börsenotiert ist, tätig. Er leitet das "Product Growth Management" mit einem Team von sieben Mitarbeitern: "Wir besorgen Daten, zum Beispiel Zugriffe auf Produktteile, und interpretieren die Nutzung des Dynatrace-Produkts, mit dem Ziel, unser Angebot zu verbessern und dadurch den Wert für unsere Kunden zu erhöhen", beschreibt Greifenstein seinen Job.

Der 38-Jährige hat an der Johannes Kepler Universität "Digital Business Management" studiert und acht Jahre für den Linzer Software-Spezialisten Smarter E-Commerce (Smec) gearbeitet.

Sein Wissen gibt der gebürtige Ansfeldner, der mit seiner Familie in Sankt Martin im Mühlkreis lebt, auch weiter: Für das berufsbegleitende Masterstudium Digital Business Management an der Johannes Kepler Universität (JKU) und der Fachhochschule Steyr hat Greifenstein einen Kurs initiiert ("Business Operations und Process Mining"): Die Studierenden und künftigen "Digitalisierungsmanager" mussten dafür im abgelaufenen Semester am Beispiel von Unternehmen wie Linz AG und Ottakringer erarbeiten, welche Daten diese Betriebe erheben und wie man aus dieser Datenfülle einen Wert generieren kann. Anhand dessen wurde ein digitales Geschäftsmodell entwickelt.

Bedürfnisse der Generation Z

Warum aber sind digitale Geschäftsmodelle auch für etablierte, traditionelle Konzerne so wichtig? "Dafür gibt es drei Gründe", sagt Greifenstein: Erstens habe die Coronakrise die Digitalisierung befeuert. Zweitens würden die ersten Vertreter der sogenannten "Generation Z" (zwischen 1997 und 2012 geboren) ihre beruflichen Karrieren in den Unternehmen starten: Sie sind die erste Generation, die bereits im Kindesalter mit der digitalen Informationsflut konfrontiert wurde – und dementsprechende Anforderungen auch an ihre Arbeitgeber stellen. Und drittens sammelt jedes Unternehmen durch jede Interaktion mit Kunden und Lieferanten eine Unmenge an Daten – und sollte sich die Frage stellen, wie diese sinnvoll genutzt werden können.

Artikel von

Elisabeth Prechtl

Redakteurin Wirtschaft

Elisabeth Prechtl

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