Achtstundentag, fixer Arbeitsort? Dazu sagt die Jugend "Nein, danke"

Studie: Wenn es nach der Jugend geht, dann hat der klassische Achtstundentag so gut wie ausgedient.

Auf die Frage, was sie sich von der eigenen Arbeit erwarten, nannten nur 42,5 Prozent einen "Nine-to-five-Job". Das ist eine der Kernaussagen der Studie "Zukunft der Arbeitswelt", die von Leitbetriebe Austria und der Lehrlingsinitiative Zukunft.Lehre.Österreich (ZLÖ) in Auftrag gegeben wurde. Marketagent hat dazu tausend Personen zwischen 14 und 29 Jahren befragt.

85 Prozent erwarten sich eine flexibel einteilbare Arbeitszeit. 79 Prozent hoffen auf Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes.

Auf die Leistungsbereitschaft hat das keine Auswirkungen: Rund 80 Prozent wollen mit ihrer Arbeit "die Erwartung des Chefs übertreffen" und sich auch laufend weiterbilden. Fast zwei Drittel sind auch explizit dazu bereit, mehr zu arbeiten als nötig. Außerhalb der Arbeitszeit erreichbar zu sein, ist für eine klare Mehrheit ebenfalls in Ordnung.

Mehr Berufsorientierung

Die Studie hat sich auch mit der Sicht der Jungen auf die Lehre beschäftigt: Bei 60 Prozent der Jungen genieße diese ein hohes Ansehen, wie ZLÖ-Geschäftsführer Mario Derntl sagt. Dahinter liegt die Matura mit 58 Prozent.

Im Rest der Bevölkerung zeigt sich ein anderes Bild: Die Matura genießt bei 62 Prozent ein hohes Ansehen. Nur 37 Prozent nannten die Lehre. Derntl erneuerte bei einem Online-Pressegespräch diese Woche die Forderung nach mehr Berufsorientierung in den Schulen und mehr Schnuppermöglichkeiten. Das würde auch die Hälfte der Befragten wollen. 20,5 Prozent sagten, dass ein höherer Lohn hilfreich sei.

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