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Karrieren

Warum die Chefs heute immer öfter zu Trainern werden

31. Juli 2022 11:00 Uhr

Warum die Chefs heute immer öfter zu Trainern werden
Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein Instituts

Hernstein Management Report: Rolle der Führungskräfte ändert sich.

Die Zeiten von "Command and Control", in denen Führungskräfte ihre Aufgaben darin sahen, Befehle zu erteilen und die Mitarbeiter zu kontrollieren, sind vorbei: Das ist eine zentrale Aussage des Management Reports, den das Hernstein Institut für Management und Leadership veröffentlicht hat. 1500 Führungskräfte wurden befragt. Demnach stimmen neun von zehn Befragten in Österreich und Deutschland der Aussage zu, dass die Hauptaufgabe von Führungskräften künftig darin besteht, Mitarbeitende beim Erschließen eigener Potenziale zu unterstützen. 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie in ihrem eigenen Führungsbereich dieses Rollenverständnis als "Coach" zumindest teilweise verwirklichen.

Grund für diesen Rollenwandel sind die vergangenen zwei, durch verschiedene Krisen geprägten Jahre. Zwölf Prozent sagten, dass es deutlich schwieriger geworden sei, das eigene Team zu führen. 39 Prozent beurteilen es als "etwas schwieriger". Nur zehn Prozent sehen Erleichterungen.

Eigenständige Mitarbeiter

Remote Work, also das Arbeiten von einem anderen Ort als dem Büro aus, ist in vielen Unternehmen zur Normalität geworden. Dafür sind neue Konzepte gefragt. "Führung durch spontane Anweisungen ist praktisch kaum durchführbar", sagt Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein Instituts. Daher müssten Mitarbeiter zu einem hohen Maß an Eigenständigkeit befähigt werden.

Ein Grund ist wohl auch der Fachkräftemangel: 18 Prozent sagten, dass aufgrund dieses Mangels verstärkt Rücksicht auf die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden genommen werde. 52 Prozent stimmten dieser Aussage "eher zu".

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