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Karrieren

So finden Sie zu Ihrer Rolle im Job

Von Daniela Ullrich   13. Oktober 2016 16:51 Uhr

So finden Sie zu Ihrer Rolle im Job
Claudia Mangel

LINZ. Das Wichtigste ist, die Firma muss zu mir passen, sagt Beraterin Claudia Mangel.

"Es geht darum, seine persönliche Einzigartigkeit zu erkennen, statt irgendwelche Rollenerwartungen zu erfüllen", sagt Managementtrainerin Claudia Mangel bei ihrem Vortrag beim dritten Women & Career Day der Limak. Bei dieser Kooperation von Frau in der Wirtschaft und den OÖNachrichten mit der Austrian Business School stehen Frauen und Karriere im Mittelpunkt.

Bei der völlig ausgebuchten Veranstaltung erfuhren die Teilnehmerinnen, was es braucht, um möglichst authentisch im Job rüberzukommen, um auch erfolgreich zu sein.

Mangel zeigte Erfolgsfaktoren im Berufsalltag auf, die entscheidend für die persönliche Karriere sind: Den größten Anteil daran hat das Umfeld bzw. das Unternehmen, in dem man tätig ist. Fragen wie "Passt die Firma zu mir?", "Kann ich mich mit meiner Arbeit identifizieren?" und "Fühle ich mich in meinem Team wohl?" sollten kritisch hinterfragt werden, um auszuschließen, in eine gewisse Rolle gedrängt zu werden, die man eigentlich gar nicht einnehmen möchte.

Genügend Platz für die eigenen Fähigkeiten muss ebenso vorhanden sein. Hierbei stellt sich die Frage: "Habe ich reichlich Möglichkeiten, mein bisher angeeignetes Wissen auch richtig und ausreichend in meiner Position einsetzen zu können?" Nur so finden sich Förderer, die einen weiter bringen.

Rollenmuster durchbrechen

Besonderes Augenmerk gilt den Glaubenssätzen, die es manchmal schwer machen, seine eigene Rolle und Identität im Job zu erkennen. "Wie glaube ich mich verhalten zu müssen, damit man mich gut findet?" fragen sich oft Frauen in einem männerdominierten Umfeld. "Wenn ich für ein Thema richtig brenne und mich hundertprozentig identifizieren kann, fällt es leichter, mich von hinderlichen Glaubenssätzen zu befreien", sagt die Münchner Beraterin.

Diese sind tief verankerte, oft anerzogene Gedanken, die viele für wahr halten. Sie wirken oft unbewusst und prägen trotzdem stark das Selbstbild, wodurch der Karriereweg beeinflusst wird. "Der Gedanke, alle zwei Jahre unbedingt befördert werden zu müssen, verhindert womöglich den wirklichen Erfolg", so Claudia Mangel.

Weiters ist es entscheidend, genau zu wissen, wo man eigentlich hin möchte. "Haben Sie Visionen und malen Sie sich genau aus, wo Ihre persönliche berufliche Reise hingehen soll", sagt die Expertin: "Wenn ich kein klares Bild meiner Rolle, Identität, Werte und Glaubenssätze habe, kann ich meine persönliche Einzigartigkeit nicht finden."

Mut zur Führungsposition

Im Expertengespräch mit Silke Goos-Perneker, Geschäftsleitung Eckes-Granini, Gerald Hackl, Vorstandsvorsitzender der Vivatis Holding und Doris Schreckeneder, Vize-Landesvorsitzende bei Frau in der Wirtschaft und Geschäftsführerin von Stern & Hafferl Verkehr, bestätigten die Teilnehmer, dass Frauen nach wie vor Hemmungen haben, sich für Chefposten zu bewerben. Daher gelte es, die Damenwelt zu ermuntern, sich auch in die Führungsebene zu trauen.

Dabei gehe es aber nicht darum, irgendwelche Frauenquoten zu erfüllen, war sich das Podium einig. Vielmehr sollte die persönliche Einmaligkeit in den Vordergrund gerückt werden. Limak-Geschäftsführer Gerhard Leitner sagte, dass auch die Limak-Programme weiblicher würden: Ein Viertel der Teilnehmer sind Frauen.

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