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Wirtschaft

Intersport muss 2020 einen Gang höher schalten

Von Martin Roithner aus Leogang   16. September 2019 00:04 Uhr

Intersport muss 2020 einen Gang höher schalten
Im Sommer habe der Trend zum Radfahren das Wachstum bei Intersport beschleunigt.

Der Wegfall des Traditionshändlers Bründl kostet Umsatz.

Fast 50 Jahre lang war der Salzburger Sporthändler Bründl Partner von Intersport. Seit knapp zwei Wochen gehen die beiden getrennte Wege, dem Vernehmen nach wegen unterschiedlicher Auffassungen beim Gebührenmodell. Für den Händlerverbund mit Sitz in Wels bedeutet das mit einem Schlag einen Verlust von 26 Standorten und rund 70 Millionen Euro Umsatz.

Im diesjährigen Geschäftsjahr werde der Effekt noch nicht zu spüren sein, im nächsten aber sehr wohl, sagt Thorsten Schmitz, Intersport-Chef in Österreich, im Gespräch mit den OÖNachrichten. "Bründls Wegfall wird uns im kommenden Jahr beim Umsatz einen Rückgang von rund zweieinhalb bis drei Prozent bescheren." Das Geschäftsjahr läuft bei den Welsern traditionell bis Ende September.

Für heuer sieht die Prognose rosig aus: Schmitz erwartet sechs Prozent Wachstum – obwohl der heimische Markt seit Jahren bei einem Umsatzvolumen von rund 1,7 Milliarden Euro stagniert. Der Winter sei bei Intersport trotz eines schwierigen Starts "hervorragend" gewesen. Im Sommer habe der Trend zum Radfahren das Wachstum beschleunigt. Zuletzt setzte Intersport in Österreich mit 3600 Beschäftigten 575 Millionen Euro um. 110 Händler sind an 284 Standorten tätig. Oberösterreich erhält Ende Oktober Zuwachs.

Neue Filiale in Linz

Auf der Mozartkreuzung in Linz wird, wie berichtet, im Landa-Haus eine Wininger-Filiale aufsperren. Dies sei auch ein Zeichen dafür, dass Intersport in die Innenstädte dränge, sagt Geschäftsführer Schmitz. Zudem könne man nun gemeinsam mit der Filiale in der PlusCity ein Gesamtangebot schnüren.

Um die Position im umkämpften heimischen Sporthandel zu behaupten, will Intersport die im Frühjahr gestartet Online-Strategie ausbauen. "Wir müssen unsere stationäre Stärke ins Digitale überführen, da haben wir Nachholbedarf", sagt Schmitz. In einem ersten Schritt sollen bis Jahresende 60 Händler 8000 Artikel online anbieten. Potenzial sieht der Intersport-Chef unter anderem auch bei der Mitarbeitersuche und der Markenbildung.

Händlerverbund

610 Millionen Euro will die Sporthändlergemeinschaft Intersport mit Sitz in Wels heuer umsetzen, sagt

Intersport-Österreich-Chef Thorsten Schmitz. Das sind um sechs Prozent mehr als zuletzt. Das Geschäftsjahr läuft bis 31. September. Intersport hat in Österreich 3600 Mitarbeiter, 110 Händler und 284 Standorte.

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