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Wirtschaft

Internorm und Mutterkonzern IFN konnten Umsatz und Gewinn steigern

Von nachrichten.at/apa   23. Mai 2019 13:11 Uhr

Internorm-Miteigentümer Christian Klinger

LINZ/TRAUN. Die IFN-Holding, ein Fensternetzwerk mit sieben Unternehmen, wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut. Flaggschiff der Gruppe ist das Trauner Unternehmen Internorm. 

Der Umsatz der IFN-Holding legte von 502 auf 546 Millionen Euro zu, der operative Gewinn (Ebit) von 25,3 auf 32 Millionen Euro. Das teilte der Konzern heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz in Linz mit. 

Den größten Beitrag zum Gesamtumsatz lieferte mit 344 Millionen Euro der Fensterhersteller Internorm. Der Produzent in Traun legte damit im Vergleich zum Vorjahr beim Umsatz um vier Prozent zu. Er sei mit einer Exportquote von 58 Prozent das "Flaggschiff des internationalen Fensternetzwerkes", meinte Miteigentümer Christian Klinger. 

Erst Anfang Mai wurde überraschend der Umbau der Chefetage bei Internorm bekannt gegeben. Johann Pichler und Thomas Vondrak verließen die Geschäftsführung und wurden von IFN-Vorstandsmitglied Heinz Scharl ersetzt. Nur Helmuth Berger blieb. Den Grund der Reduzierung des Dreier- auf ein Zweier-Führungsteam formulierte Klinger so, dass "ausgetretene Wege" im Laufe der Zeit etwas "bürokratisch" werden und nicht der "Dynamik des Marktes" entsprechen würden. Er versicherte jedoch, dass man "absolut in Frieden" mit den beiden Chefs auseinandergegangen sei.

Einen Rückgang von elf Prozent beim Umsatz verzeichnete der slowakische Fenster- und Türenhersteller HSF. Eine Ursache sei der rückläufige Absatzmarkt Schweiz. In Zukunft wolle man stärker auf Aluminum-Fenster setzen. Auch bei der dänischen Fensterfirma Kastrup sank der Umsatz voriges Jahr im Vergleich zu 2017 um 4,9 Prozent, was mit auf dieses Jahr verschobenen Projekten erklärt wurde. Die anderen zum IFN-Netzwerk gehörenden Unternehmen wie der Sonnenschutz-Produzent Schlotterer, die Haustüren-Manufaktur Topic sowie der Fassadenbauer GIG entwickelten sich positiv, erklärte Vorstand Johann Habring.

Die Restrukturierung des erst im Vorjahr übernommenen finnischen Fenster- und Türenherstellers Skaala, dessen Akquisition die Hälfte des 44-Millionen-Euro-Umsatzwachstums von IFN ausgemacht hat, dauere aber noch rund zwei Jahre. Jetzt wurde die Eigentümer- durch eine Managementführung ersetzt.

Besonders stolz zeigte sich das Management, dass sich das Eigenkapital innerhalb von zehn Jahren auf 200,6 Millionen Euro verdreifacht hat, was einer Quote von 56 Prozent entspricht. Heuer will das Fensternetzwerk 37 Millionen Euro in seine Unternehmen investieren. Hauptmärkte sind Österreich, Deutschland und die Schweiz. Die Zahl der Mitarbeiter bei IFN mit Hauptsitz in Traun betrug vergangenes Jahr 3680.

 

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