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Wirtschaft

Gewinneinbruch: BMW kürzt Dividende kräftig

16. März 2019

Gewinneinbruch: BMW kürzt Dividende kräftig
Der deutsche Autobauer BMW erwartet auch für 2019 Gegenwind für die gesamte Branche.

MÜNCHEN. Grund für die Entwicklung sind der Zollstreit und strengere Abgastests in Europa – auch der Vorstand wird verkleinert.

Der deutsche Autobauer BMW hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten: Der Nettogewinn ist um ein Sechstel auf 7,21 Milliarden Euro zurückgegangen. Auch der Umsatz ist um 0,8 Prozent auf 97,5 Milliarden Euro gesunken.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ist konzernweit um 7,9 Prozent auf 9,12 Milliarden Euro gefallen, lag aber etwas höher als erwartet. Die negativen Entwicklungen bekommen auch die Aktionäre zu spüren: Der Autobauer mit Sitz in München will die Dividende von 4 auf 3,50 Euro je Stammaktie kürzen. Für Inhaber von Vorzugsaktien soll es 3,52 Euro je Aktie geben (2018: 4,02 Euro).

Im Kerngeschäft mit dem Automobilbau ging die Marge 2018 um zwei Prozentpunkte auf 7,2 Prozent zurück. Damit liegt BMW hinter dem Konkurrenten Daimler (7,8 Prozent), aber noch vor der VW-Tochter Audi (sechs Prozent).

Der Vorsteuergewinn, in dem auch die Beteiligungsgewinne aus dem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen enthalten sind, lag mit 9,82 Milliarden Euro um 8,1 Prozent unter dem Vorjahr.

Grund für den Einbruch sind die Schwierigkeiten auf den weltweiten Automärkten. Im Tagesgeschäft hat BMW auf dem wichtigsten Einzelmarkt China vor allem den Zollstreit mit den USA zu spüren bekommen. In Europa haben die Marktverwerfungen durch die Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchstests WLTP die Ergebnisse gedrückt.

Als Reaktion will der DAX- Konzern trotz der zu erwartenden Absatzsteigerung das laufende Sparprogramm ausweiten: "Die Herausforderungen für die gesamte Industrie nehmen in den nächsten Monaten nicht ab", sagt Vorstandschef Harald Krüger am Freitag. Kraftanstrengungen in allen Bereichen des Unternehmens seien erforderlich. Bereits seit 2017 versucht der Konzern, , effizienter zu wirtschaften und die Modellvielfalt zu senken. Für 2019 erwartet Finanzchef Nicolas Peter "starken Gegenwind für die gesamte Branche".

Vorstand wird verkleinert

Auch der Vorstand beim deutschen Autobauer wird verkleinert: Mini- und Motorradchef Peter Schwarzenbauer wird demnächst 60 und scheidet im Oktober auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Zugleich erhält der seit 2018 amtierende Vertriebsvorstand Pieter Nota mehr Aufgaben: In seinem Ressort werden die Marken BMW, Rolls-Royce und Mini gebündelt. Die Motorradsparte wechselt zu Entwicklungschef Klaus Fröhlich.

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