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Wirtschaft

Frauen: Finanzielle Gesundheit angeschlagen

Von nachrichten.at/prel   05. März 2021 11:50 Uhr

Frau, Partner, Kinder – Wer sind die Berechtigten einer Betriebspension?
Häufig verdienen Frauen weniger, arbeiten öfters Teilzeit und sammeln auch weniger Versicherungsjahre an: Im Alter sind sie dann wesentlich häufiger von Armut bedroht.

LINZ. Frauen erhalten im Schnitt eine um 47 Prozent geringere Alterspension.

Die finanzielle Gesundheit von Österreichs Frauen ist angeschlagen: Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag von Erste Bank und Sparkasse im Jänner unter 1400 Teilnehmern durchgeführt wurde. Stefanie Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberösterreich, und Karin Kiedler, Leiterin der Marktforschung bei der Erste Bank, haben die Ergebnisse heute, Freitag, bei einem virtuellen Pressegespräch in Linz präsentiert. 

Frauen würden weniger verdienen, häufiger Teilzeit arbeiten  und auch weniger Versicherungsjahre ansammeln als Männer, sagte Huber. Die Alterspension von Frauen sei im Schnitt um 47 Prozent geringer, Frauen seien daher wesentlich häufiger von Altersarmut betroffen. 

Laut Umfrage sind 31 Prozent der Frauen, aber nur zwölf Prozent der Männer auf finanzielle Unterstützung durch ihre Familie angewiesen. Während 55 Prozent der Männer angaben, Geld für die Partnerin zu sparen, gaben 63 Prozent der Frauen an, Geld in erster Linie für Kinder und Enkelkinder zu sparen: "Daher ist es umso wichtiger, auf die finanzielle Gesundheit zu achten", sagte Huber. Das Um und Auf dafür sei finanzielle Bildung: So hätten 61 Prozent der Frauen und 59 Prozent der Männer angegeben, dass Wissen der entscheidende Faktor für die Anlageform Wertpapiere sei. 17 Prozent der Frauen sagten, dass sie mit mehr Wissen aktiver auf dem Kapitalmarkt wären. Neben Schulen, Universitäten und Fachhochschulen seien hier auch Banken und Sparkassen in der Pflicht. 

81 Prozent der Frauen legen ihr Geld auf einem Sparkonto oder einer Sparkarte an, 67 Prozent in Form eines Bausparers. 50 Prozent haben eine Pensionsvorsorge. "Die Umfrage zeigt, dass Frauen mehr auf Sicherheit bedacht sind. Männer sind risikofreudiger", sagte Kiedler. Die Niedrigzinsphase werde noch länger andauern, sagte Huber. Wer finanziell abgesichert sein wolle, müsse sich anderen Anlageformen zuwenden, etwa Wertpapieren. Diese seien mit einem gewissen Risiko verbunden, das man aber selber steuern könne, etwa durch eine Streuung in der Anlage sowie eine längere Anlagedauer.  

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