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Wirtschaft

Familie zahlt 9 Milliarden Euro Erbschaftsteuer - in Raten

Von nachrichten.at/apa   28. April 2021 21:03 Uhr

File photo of Jay Y. Lee, the only son of Samsung Electronics chairman Lee Kun-Hee, walking past a portrait of his father as he leaves after the 25th anniversary celebrating inauguration of Lee Kun-Hee as Samsung chairman in Seoul
Lee Kun-Hee auf einem Wandfoto und sein Sohn Jay Y. Lee

SEOUL. Nach dem Tod von Samsung-Chef Lee Kun-hee zahlt die Familie 9 Milliarden Euro an Erbschaftssteuer. Die Familie teilte am Mittwoch mit, die Steuern über einen Zeitraum von fünf Jahren in sechs Raten zu begleichen.

Der erwartete hohe Betrag hatte Spekulationen darüber ausgelöst, ob die Familie zur Finanzierung Unternehmensanteile verkaufen muss. Wie Reuters vorige Woche von Insidern erfuhr, wollen die Erben Anteile als Sicherheit für Kredite einbringen, um einen Teil zahlen zu können und Verkäufe zu vermeiden. Zudem kündigte die Familie an, die umfassende Kunstsammlung an koreanische Museen zu spenden.

Lee war im Oktober vergangenen Jahres gestorben. Lokale Medien schätzen sein Vermögen auf rund 19 Milliarden Euro. Er hatte das Firmen-Konglomerat mit zahlreichen Tochterunternehmen zum weltweit größten Smartphone- und Chipproduzenten aufgebaut. Seine Beteiligungen umfassten Anteile an diversen Samsung-Firmen.

Erbe Jay Y. Lee sitzt derzeit eine 30-monatige Haftstrafe unter anderem wegen Bestechung ab. 

Die umfassende Kunstsammlung einschließlich Meisterwerke von Pablo Picasso, Claude Monet, Marc Chagall und Andy Warhol wollen die Erben an Einrichtungen wie das Nationalmuseum von Korea und das Nationalmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst spenden. So können Steuern gespart und die Sammlung im Land gehalten werden. Die verbleibenden Werke von Alberto Giacometti, Mark Rothko und anderen werden von der Familie und dem Leeum Samsung Museum of Art verwaltet, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Die Kunstsammlung umfasst mehr als 12.000 Werke und wurde zuletzt auf umgerechnet über 1,4 Milliarden Euro geschätzt.

Wie erwartet kündigte die Familie auch an, rund 750 Millionen Euro für die Verbesserung der öffentlichen Gesundheitsversorgung zu spenden, ein Teil davon für den Bau des ersten Spezialkrankenhauses für Infektionskrankheiten.

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