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Wirtschaft

Fallen beim Gründen: "Zum Start ist Beratung das Um und Auf"

Von Elisabeth Prechtl 03. April 2019 11:16 Uhr

Fallen beim Gründen: "Zum Start ist Beratung das Um und Auf"
"Vielö": Alexander Daspersgruber (l.) und Christian Pauzenberger (Werk)

Die Zahl der Unternehmensgründungen ist im siebten Jahr infolge gestiegen

LINZ/SATTLEDT. 4756 Unternehmen wurden 2018 in Oberösterreich gegründet: ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Akt an sich ist keine Hexerei: Mithilfe des Unternehmensserviceportals ist Gründen online sogar rund um die Uhr möglich. Über die vielen Fallen, in die Jungunternehmer ohne Beratung tappen können, informierte das Gründerservice der Wirtschaftskammer gestern Abend bei einer Veranstaltung in Linz. Mit "Fishcon" und "Vielö" haben auch die Gründer zweier Start-ups berichtet, worauf Jungunternehmer achten müssen.

Beim Erzeugen von Käse entsteht das Nebenprodukt Molke, und diese wird häufig weggeschüttet. "Und beim Thema Nachhaltigkeit hinkt die Kosmetik hinterher", sagt Christian Pauzenberger. So entstand beim 36-Jährigen und seinem Geschäftspartner Alexander Daspersgruber die Idee für eine biologische Hautpflege auf Molkebasis: Ende 2017 gründeten die beiden in Sattledt ihr Unternehmen "Vielö". Die Rohstoffe dafür werden von einer oberösterreichischen Molkerei bezogen. In einem Partnerbetrieb in Salzburg wird daraus etwa Shampoo, Seife, Peeling und Handcreme gefertigt. "Für uns war von Anfang an klar, dass wir uns Experten mit ins Boot holen", so der Jurist Pauzenberger. Das sei auch ein wichtiger Tipp, den sie potenziellen Gründern mitgeben wollen: "Ob bei der Gründung der Gesellschaft oder bei der korrekten Gestaltung der Website – es gibt viele Dinge, die beachtet werden müssen." Beratung, etwa durch das Rechtsservice, sei das Um und Auf.

Fische wandern schonend

Erst im Vorjahr haben Alkisti Stergiopoulou und ihr Partner Bernhard Mayrhofer "Fishcon" gegründet: In Linz tüfteln die beiden an einer Fischschleuse mit spezieller hydraulischer Verschaltung, die Fischen auch bei Hochwasserschutzbauten und Kraftwerken eine schonende Wanderung in beide Richtungen ermöglicht. "Unser Produkt braucht aufgrund der kompakten Bauweise nur wenig Platz", sagt Mayrhofer. Als Nebenprodukt entsteht elektrische Energie ohne schädliche Emissionen. Gewässerschutz und Wasserkraftnutzung werden so vereint.

Ein Pilotprojekt ist bereits im Almtal in Betrieb. Ende 2019 soll der Verkauf starten. Gründern rät Mayrhofer, mit so vielen potenziellen Kunden wie möglich zu sprechen und Investoren an Bord zu holen: "Das Feedback hat uns enorm weitergeholfen."

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Elisabeth Prechtl

Redakteurin Wirtschaft

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