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Wirtschaft

Fabasoft steuert Rekordjahr an: "Die Maschine läuft auf Vollgas"

Von Martin Roithner  04. Mai 2019 00:04 Uhr

Fabasoft steuert Rekordjahr an: "Die Maschine läuft auf Vollgas"
Fallmann gründete Fabasoft 1988.

LINZ. Linzer Softwarehersteller wächst in allen drei Geschäftsbereichen.

Der in Frankfurt börsenotierte Linzer Softwarehersteller Fabasoft steht laut seinem Vorstandschef Helmut Fallmann vor "dem besten Jahr der Unternehmensgeschichte". Umsatz und Ergebnis hätten bereits in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres die Gesamtwerte des Vorjahres erreicht. Damals setzte Fabasoft rund 32 Millionen Euro um, das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug 5,2 Millionen Euro. Der Konzern präsentiert die aktuelle Jahresbilanz im Juni.

"Wir haben noch nie so einen Schub wie derzeit gehabt. Die Maschine läuft auf Vollgas", sagt Fallmann im Gespräch mit den OÖN. Fabasoft wachse in allen drei Geschäftsfeldern: e-Government, Cloud-Business und bei der Tochter Mindbreeze.

Fallmann führt die Entwicklung auf mehrere Faktoren zurück: Bei e-Government, der elektronischen Verwaltung, habe man zum einen die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Staat verstärkt. Zum anderen habe man nun den deutschen Bund komplett mit einer elektronischen Akte ausgestattet.

Neben dem Wachstum im Cloud-Geschäft, wo Unternehmen Geschäftsprozesse digitalisieren, sei auch die Suchmaschine Mindbreeze ein Treiber. Fabasoft hält 76 Prozent an Mindbreeze, das sich auf Suchfunktionen in Unternehmensdatenbanken spezialisiert hat und von Fallmanns jüngerem Bruder Daniel geleitet wird. Im Fokus stehe derzeit der Pharmabereich. "Ein wesentlicher Punkt ist künstliche Intelligenz als unterstützendes System für Ärzte. Sie sollen auf Knopfdruck Wissen über Patienten zur Verfügung haben", sagt der Fabasoft-Chef. Mindbreeze beschäftigt etwa ein Viertel der rund 200 Mitarbeiter im Fabasoft-Konzern.

Digitale Identität gefordert

Fallmann ist nicht nur Chef von Fabasoft, sondern auch Berater der EU. Seit längerem plädiert er für eine "digitale Identität", die Menschen im Internet identifizieren soll. "Im realen Leben haben wir Pass, Führerschein und Personalausweis, online nicht."

Eine gemeinsame europäische Digitalstrategie helfe, Handelsbarrieren zu beseitigen und sich gegenüber großen US-Konzernen wie Google, Facebook oder Amazon zu behaupten. Fallmann: "Europa ist in der Entwicklung von Technologien fünf Jahre hinten. Wir müssen entscheidungsfähiger werden."

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Martin Roithner

Redakteur Wirtschaft

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