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Energie AG: Weniger Strom verkauft, aber Umsatz und Gewinn stabil

Von Dietmar Mascher   17.Dezember 2020

Energie-AG-Vorstand  Andreas Kolar, Werner Steinecker und Stefan Stallinger (v.l.)
Der mehrheitlich im Eigentum des Landes Oberösterreich stehende Energieversorger hat im im abgelaufenen Geschäftsjahr  2019/20 den Umsatz um 1,7 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro gesteigert, der Cash-flow verringerte sich um 6,4 Prozent auf 185,8 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) wurde auf 147,7 Millionen fast verdoppelt.

Die letzte Zahl ist allerdings nur bedingt aussagekräftig. Im Vorjahr wurde das Stromnetz nach internationalen Regeln (IFRS) neu bewertet und massiv abgewertet. „Wir haben daher ein sehr gutes operatives Ergebnis, das aber ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre liegt“, sagt Generaldirektor Werner Steinecker. „Im Mai war das noch nicht absehbar.“ Dann hätte dem Wasserkraftwerks-Betreiber aber die Wasserführung genauso in die Hände gespielt wie die steigende Nachfrage in der Industrie und die Dividende aus der Beteiligung an der Salzburg AG. Auch der Vertrieb habe im Sommer einiges aufholen können.

Der Strom- und Gasabsatz ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Ursache war die rückläufige Produktion in der Industrie im ersten Halbjahr. Unter den Erwartungen blieb auch die Investitionstätgkeit mit knapp 200 Millionen Euro, auch dies eine Folge der Pandemie, weil die Bautätigkeit vorübergehend eingestellt war. Für heuer hat die Energie AG mehr als 250 Millionen Euro an Investitionen geplant, hauptsächlich im Energienetz.

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11. Mai 2021