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Wirtschaft

Ein Hoffnungsschimmer für Wirte und Hoteliers

20. Februar 2021 00:04 Uhr

Ein Hoffnungsschimmer für Wirte und Hoteliers
Richtig glücklich wären Gastronomen und Touristiker, wenn der Lockdown endlich wieder vorbei wäre.

WIEN. Bundeskanzler Kurz schließt eine Öffnung im März nicht aus.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat gestern überrascht, als er eine Öffnung der Gastronomie noch im März nicht mehr ausgeschlossen hat. Sie sei abhängig vom Infektionsgeschehen. Zuvor war von weiteren Lockerungsschritten frühestens "rund um Ostern", also Anfang April, die Rede gewesen.

Die Wirtschaftskammer drängt auf frühere Lockerungen trotz wieder steigender Corona-Infektionszahlen. Am 1. März will die Regierung ihre Beratungen mit Branchenvertretern fortsetzen. Die Sicherheitskonzepte der Gastronomie würden in diese Beratungen einfließen. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) erklärte, der Gipfel sei Teil eines "Restart-Prozesses, damit wir am Tag X bereit sind".

Video: Ein Gipfel mit Vertretern der Regierung und der Wirtschaft hat jetzt ergeben, dass die Gastronomie im März, jedenfalls vor Ostern, öffnen könnte. 

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer lehnte eine ausschließliche Öffnung der Gastgärten ab, da dies betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll sei. "Unsere Branchen haben ihre Sicherheitskonzepte nochmals klar auf den Tisch gelegt. Alle Branchen bekennen sich zu Eintrittstests, sie sind der Schlüssel für weitere Öffnungsschritte im März."

Auch die Hotels hoffen, zeitgleich mit den Gasthäusern aufsperren zu dürfen. Für die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) ist das Ziel ein sicheres Öffnen mit Teststrategie. Vorgeschlagen hat die ÖHV die Errichtung von Teststraßen in größeren Hotels in ländlichen Regionen. Dort könnten dann Gäste, Mitarbeiter und auch die lokale Bevölkerung getestet werden.

"Wer negativ getestet ist, kann sich unter Einhaltung von Hygienekonzepten, Abstandsregeln und gegebenenfalls Auslastungsobergrenzen erholen bzw. seiner Arbeit nachgehen", erklärte ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer.

Klare Perspektive gefordert

Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ), erklärte gestern, dass "Wohnzimmertests" zum Restaurantbesuch reichen müssten. Die Regierung tendiert eher Richtung Teststraßen-Bestätigungen. "Dann kann es keinen spontanen Kaffeehaus-Besuch geben", sagt Hummer. Tests müssten auch im Gastrobetrieb erfolgen können. "Die Branche verdient eine klare Perspektive." Sie sehe die dringende Notwendigkeit einer Balance der Öffnungsschritte aus medizinischen, aber auch sozialen, ökonomischen und mentalen Aspekten. Auch das bedenkliche Ausweichen von Gruppentreffen ins Private sei zu vermeiden,

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