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Wirtschaft

Durchbruch der E-Mobilität? Tesla will Autos zum Schnäppchenpreis anbieten

Von OÖN   24. September 2020 00:04 Uhr

Durchbruch der E-Mobilität? Tesla will Autos zum Schnäppchenpreis anbieten
Tesla-Chef Elon Musk rechnet heuer mit einem Wachstum des Konzerns von 30 bis 40 Prozent.

PALO ALTO. Dank halbierter Batteriepreise sollen E-Autos billiger werden – bei Anlegern regiert Skepsis

25.000 Dollar (21.000 Euro) soll es kosten, eine doppelt so große Reichweite wie bisherige Autos haben, vollautonom fahren können und in drei Jahren auf den Markt kommen: ein Elektroauto von Tesla. Das kündigte Konzernchef Elon Musk am Dienstagabend beim "Battery Day" des US-Autoherstellers in Kalifornien an.

Möglich machen soll das eine "Batterierevolution", versicherte der aus Südafrika stammende Unternehmer. Batterien sind der maßgebliche Kostenfaktor für Elektroautos. Deshalb kosten E-Autos in der Regel deutlich mehr als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Musk will die Batteriekosten um mehr als die Hälfte senken. Derzeit liegt Tesla nach Einschätzung von Analysten mit seinen Batterien bei Kosten von 150 Dollar (128 Euro) je Kilowattstunde. 100 Dollar (85 Euro) gelten in der Branche als Schwelle, die Elektroautos bei den Kosten konkurrenzfähig mit Verbrennern macht.

20 Millionen Autos als Ziel

Die Kosten will Tesla auf mehreren Wegen senken: Einerseits mit doppelt so großen Batteriezellen wie bisher, andererseits mit Materialien wie Silizium statt Lithium und Nickel statt Kobalt. Zudem soll die Batterie nicht mehr nur als Energiespeicher eingesetzt werden, sondern auch als "strukturelles Element" die Sicherheit im Auto erhöhen.

Musk hat ambitionierte Pläne: Er will langfristig 20 Millionen Autos verkaufen, doppelt so viele wie Volkswagen. Derzeit sind es bei Tesla rund 500.000 Fahrzeuge.

Trotz der Ankündigung beim "Battery Day" sind die Anleger skeptisch. Sie ließen die Tesla-Aktien, die schon mit einem Minus von 5,6 Prozent aus dem regulären US-Handel gegangen waren, nachbörslich um weitere mehr als sieben Prozent fallen. Dies deshalb, weil Musk ankündigte, erst ab 2022 die neue Batterietechnologie nutzen zu können. Trotzdem ist Tesla mit einem Börsenwert von rund 395 Milliarden Dollar (337 Milliarden Euro) derzeit der wertvollste Autobauer der Welt.

Obwohl Corona der Autoindustrie stark zusetzt, rechnet Tesla heuer mit 30 bis 40 Prozent Wachstum. "Während es für den Rest abwärts ging, ging es für Tesla nach oben", tönte Musk.

BMW investiert

100 Millionen Euro investiert der deutsche Autobauer BMW in seinen Standort in Leipzig. Ab 2021 werde das Werk Batteriemodule für die Hochvoltbatterien der E-Fahrzeuge produzieren, hieß es gestern. 2021 soll ein Viertel aller in Europa verkauften BMW-Fahrzeuge elektrisch betrieben werden.

 

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