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Wirtschaft

Dürre, Tierwohl: Schwerpunkte im Agrarbudget

Von OÖN   30. November 2021 00:04 Uhr

Dürre, Tierwohl: Schwerpunkte im Agrarbudget
Investitionsförderung: Ein Schwerpunkt sind tierfreundliche Ställe.

LINZ. Der Topf ist für 2022 mit 85 Millionen Euro gefüllt. Reagiert wird auf die Auswirkungen des Klimawandels

"Die Landwirtschaft leistet viel und kostet wenig": Mit diesen Worten hat die neue Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger (VP) gestern, Montag, in Linz das Agrarbudget für 2022 präsentiert. 85,7 Millionen Euro sind vorgesehen (2021: 84,4 Millionen Euro): Das sind 1,21 Prozent des gesamten Haushalts.

Mit 46,5 Millionen Euro fließt mehr als die Hälfte des Betrags in Bereiche der "Ländlichen Entwicklung" (zweite Säule der europäischen Agrarpolitik): Dazu zählen etwa Abgeltungen für Umweltmaßnahmen, die Bergbauernförderung und das LEADER-Programm. "Maßnahmen aus diesem Bereich werden nicht rein aus europäischen Geldern finanziert, sondern von Bund und Ländern kofinanziert", sagte Langer-Weninger. So liegt die Gesamtauszahlungssumme für das Agrarumweltprogramm ÖPUL bei 75 Millionen Euro. Die Landesmittel betragen 17 Millionen Euro, sagte Hubert Huber, Leiter der Abteilung Land- und Forstwirtschaft.

11,5 Millionen Euro fließen in die Versicherungsmöglichkeiten im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Dieser Betrag wurde seit 2017 beinahe verdoppelt, sagte Langer-Weninger.

Mit dem Bundesanteil beträgt die Unterstützung der Risikovorsorge Hagel, Dürre und Tierversicherung 23 Millionen Euro. Land und Bund übernehmen 55 Prozent der Versicherungsprämien.

Mehr Geld fürs Tierwohl

4800 Anträge für die Investitionsförderung (nicht zu verwechseln mit der Covid-19-Investitionsprämie) wurden heuer bereits gestellt. 48 Millionen Euro sind für Investitionen und Existenzgründungsbeihilfen budgetiert, neun Millionen davon aus Landesmitteln. Aus dem "Oberösterreich-Plan" werden zusätzlich 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ein Schwerpunkt liege auf der Förderung klimaschutzfördernder und tierfreundlicher Stallbauten, sagte Langer-Weninger: Im Bereich Schweine- und Putenmast werden diese mit 35 statt mit 25 Prozent gefördert. Für Junglandwirte gäbe es zusätzlich fünf Prozent.

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