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Wirtschaft

Die Tech-Riesen als Corona-Gewinner

01. August 2020 00:04 Uhr

Die Tech-Riesen als Corona-Gewinner
Apple steigerte den Umsatz mit seinem wichtigsten Produkt, dem iPhone, um 1,7 Prozent auf 26,4 Milliarden Dollar.

CUPERTINO/MOUNTAIN VIEW/MENLO PARK. Apple, Amazon, Alphabet (Google) und Facebook: Die dominierenden IT-Konzerne verbuchen in der Corona-Zeit eine höhere Nachfrage und dicke Gewinne.

Während die USA und viele Teile der Welt in den schlimmsten Wirtschaftsabschwung seit Jahrzehnten gerutscht sind, freuen sich die großen US-Internetkonzerne über die sensationelle Nachfrage. Apple, Google und Facebook haben im von der Corona-Pandemie geprägten zweiten Geschäftsquartal überraschend gut abgeschnitten.

"Das war wieder ein sehr ungewöhnliches Quartal", sagte Jeff Bezos, reichster Mensch der Welt und Gründer und Großaktionär von Amazon. Der weltgrößte Onlineversand schnitt im Zuge des Corona-Lockdowns, in dem massenhaft Geschäfte schließen mussten, besser ab als von Experten erwartet. Die Nettoerlöse stiegen um etwa 40 Prozent auf 88,91 Milliarden Dollar (75,71 Milliarden Euro), der Gewinn verdoppelte sich auf 5,2 Milliarden Dollar.

Dass Amazon mit seinen Lieferdiensten zu den großen Profiteuren der Coronakrise zählt, hatte sich bereits im Vorquartal gezeigt. Zudem floriert das Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Netz weiter, da etwa die vermehrte Heimarbeit die Nachfrage steigen lässt. Für Amazon ist die Sparte wegen ihrer hohen Gewinnspanne sehr lukrativ.

Auch der US-Konzern Apple ließ die Prognosen der Marktbeobachter weit hinter sich. Der Technologiekonzern meldete dank der im Corona-Lockdown gestiegenen Nachfrage nach iPhones und Mac-Computern Wachstum in allen Sparten und allen Regionen. Das Unternehmen steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um elf Prozent auf 59,69 Milliarden Dollar, der Gewinn kletterte von April bis Juni um zwölf Prozent auf 11,25 Milliarden Dollar.

iPhone-Auslieferung verzögert

Die neuen Modelle von Apples iPhone werden jedoch heuer nicht wie bisher üblich im September in den Handel kommen, sondern wegen Arbeitsunterbrechungen in der chinesischen Fertigungsindustrie aufgrund der Coronakrise erst "einige Wochen später", hieß es am Freitag.

Bei Alphabet, der Obergesellschaft des Internetriesen Google, blieb der Umsatz im Quartal fast auf Vorjahresniveau von 38,3 Milliarden Dollar. Zwar gewannen die Google-Suchmaschine und andere zumeist kostenlose Tools etwa für Konferenzen in der Coronakrise viele neue Nutzer. Allerdings gingen zum ersten Mal in der 22-jährigen Geschichte des Unternehmens die Werbeerlöse zurück. Bei der Videotochter YouTube stiegen die Werbeerlöse hingegen um sechs Prozent. Googles Cloud-Geschäft steigerte den Umsatz sogar um 43 Prozent.

Das soziale Netzwerk Facebook (mit Instagram und WhatsApp) steigerte trotz eines Boykotts einiger großer Markenartikler wie Coca Cola und Unilever wegen des Umgangs des Konzerns mit Hass-Mitteilungen die Erlöse im zweiten Quartal um elf Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar. Vor der Krise waren in Facebooks Geschäft Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent an der Tagesordnung, das Wachstum schwächte sich ab.

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