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Wirtschaft

"Die Autobranche wird 2022 wieder florieren"

Von OÖN   22. Oktober 2021 00:04 Uhr

"Die Autobranche wird 2022 wieder florieren"
Herbert Eibensteiner (APA)

LINZ / WIEN. Voestalpine-Chef Eibensteiner rechnet mit Nachholeffekt – Preis für Eisenerz sinkt trotz Rohstoffhausse

Der Motor der Autoindustrie ist aufgrund des Mangels an Halbleitern ins Stottern geraten. Als Zulieferer in die Fahrzeugindustrie spürt auch die Voestalpine den Nachfragerückgang in diesem Segment. Vorstandsvorsitzender Herbert Eibensteiner sieht allerdings Licht am Ende des Tunnels, wie er gestern bei der Gewinn-Messe in Wien erklärte: "Wir sind für nächstes Jahr zuversichtlich. Die Autobranche wird 2022 wieder florieren", sagte Eibensteiner.

Mit Ausnahme der Autoindustrie sei die Nachfrage über alle Segmente hinweg zufriedenstellend. Eibensteiner geht davon aus, dass die Entwicklung aufgrund von Nachholeffekten in den kommenden beiden Jahren gut sein werde.

Die Situation auf den Energie- und Rohstoffmärkten sieht Eibensteiner ambivalent. Einerseits sei naturgemäß auch der Stahlkonzern mit steigenden Kosten konfrontiert, etwa bei Kohle. Die starke Nachfrage aus China hat den Kohlepreis zuletzt von 140 auf 300 US-Dollar je Tonne erhöht.

Andererseits gebe es auch gegenläufige Effekte: Der Eisenerzpreis ist von seinem Allzeithoch bei mehr als 200 US-Dollar je Tonne in den vergangenen Monaten auf rund 130 US-Dollar je Tonne gesunken. Grund sei, dass China sich auf den eigenen Binnenmarkt konzentriere und weniger nachfrage. Mit den Lieferketten sowohl rohstoff- als auch kundenseitig habe die Voestalpine kaum Probleme.

Großprojekt im Konzern ist die Umstellung der Stahlproduktion auf CO2-Neutralität. Wie berichtet, will Eibensteiner bis 2030 knapp ein Drittel der Kohlendioxid-Emissionen einsparen. Das entspricht rund drei bis vier Millionen Tonnen. Im ersten Schritt sind Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro notwendig. Mithilfe von grünem Wasserstoff, gewonnen aus grünem Strom, soll bis 2050 eine CO2-neutrale Produktion möglich sein. Voraussetzung dafür seien laut Eibensteiner ausreichend grüner Strom zu wirtschaftlichen Kosten und die nötige Netzkapazität.

Am 10. November wird der Konzern die Kennzahlen für das erste Halbjahr 2021/22 veröffentlichen.

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