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Wirtschaft

Cyberangriffe: "Pandemie deckt Schwachstellen gnadenlos auf"

Von nachrichten.at/rom   28. April 2021 10:28 Uhr

Nur jeder zehnte Klein- und Mittelbetrieb meldet einen Cyberangriff.

WIEN. Sechs von zehn Unternehmen in Österreich wurden im Vorjahr Opfer eines Cyberangriffs, geht aus einer Studie von KPMG hervor. Die Dunkelziffer dürfte allerdings noch viel höher sein.

"Die Corona-Pandemie hat den heimischen Unternehmen die Digitalisierung vor die Haustür gespült. Und sie hat Schwachstellen in der Cybersicherheit gnadenlos aufgedeckt", sagte Robert Lamprecht, Partner bei KPMG und Studienautor, heute, Mittwoch, bei einem Pressegespräch. Die Beratungsgesellschaft hat dafür 450 Unternehmen und acht Experten befragt. 

Demnach gaben sechs von zehn Unternehmen an, im Vorjahr Opfer eines Cyberangriffs geworden zu sein. Das reiche vom Stehlen eines Passworts bis zum Unterbruch der Produktion, so Lamprecht. Zu den bekanntesten Betroffenen zählten zuletzt das Telekommunikationsunternehmen A1 und der Kranhersteller Palfinger.

Risiko und Angriffsfläche hätten sich dahingehend erhöht, dass mehr Menschen im Homeoffice arbeiteten und dort nicht über ausreichende Schutzmaßnahmen verfügten, heißt es in der Studie.

Hohe Dunkelziffer

Neben Phishing (Datendiebstahl mit gefälschten Webseiten und E-Mails), CEO-Fraud (Betrüger, die sich als Chef ausgeben) und dem Installieren von Schadsoftware gebe es ein neues Phänomen: Angriffe durch vermutlich staatliche Akteure, die groß angelegt und koordiniert seien. Mehr als die Hälfte der Unternehmen gab laut Umfrage an, davon betroffen zu sein. 

Als "besorgniserregend" stufen die Studienautoren die Tatsache ein, dass von Cyberattacken betroffene Unternehmen oder Behörden kaum an die Öffentlichkeit gehen. Bei Großbetrieben sei es nur jeder Dritte, bei Klein- und Mittelbetrieben gar nur jeder Zehnte.

Zum einen sei häufig die Scham zu groß, zum anderen bemängeln die Betriebe eine fehlende zentrale Cybercrime-Stelle, die ihnen unter die Arme greife. "Das geht sogar so weit, dass manche Betriebe von Online-Aktivitäten absehen, weil sie das Risiko als zu groß erachten", sagt Lamprecht.

 

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