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Wirtschaft

Börsetag: Osram spricht sich zähneknirschend für ams-Angebot aus

Von nachrichten.at   16. September 2019 18:04 Uhr

AMS-RESULTS/
ams-Chef Alexander Everke ist seinem Ziel, der Übernahme des Münchner Leuchtenherstellers Osram, ein großes Stück näher gekommen. 

MÜNCHEN/UNTERPREMSTÄTTEN. Vorstand und Aufsichtsrat haben den Aktionären empfohlen, das Übernahmeangebot aufgrund von finanziellen Gründen anzunehmen. Die Annahmequote liegt anstelle von 70 jetzt bei 62,5 Prozent. 

Beim Übernahmekampf um den zum Verkauf stehenden deutschen Lichtkonzern Osram empfehlen Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären das Angebot des steirischen Halbleiterkonzerns ams – trotz schwerer Bedenken des Managements und einer Ablehnung durch die Arbeitnehmervertreter. Die finanzielle Attraktivität würde den Ausschlag geben, so Osram. Wie berichtet, ist ams bereit, 38,50 Euro je Aktie zu bezahlen. Der Konkurrent, die US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle, bieten den Aktionären 35 Euro. Beide Angebote laufen noch bis 1. Oktober. Die fünf Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben gegen ams gestimmt. Die Gewerkschaft IG Metall befürchtet unter ams einen Stellenabbau. Das Angebot von Bain und Carlyle hatten Vorstand und Aufsichtsrat hingegen einstimmig empfohlen. Es liegt bereits seit Juli vor. Während die Finanzinvestoren Osram zur Gänze erhalten wollen, will sich ams Osram einverleiben. Der Sensorspezialist aus Unterpremstätten interessiert sich für das Opto-Halbleiter-Geschäft und die Autozuliefersparte. Von der Digitalsparte und der LED-Produktion für das Verbrauchergeschäft will ams sich trennen. Durch die Übernahme will ams einen europäischen Weltmarktführer in der Beleuchtungselektronik aufbauen.

Die Wiener Börse hat am Montag ein weiteres Mal zugelegt - vor allem dank starker Ölaktien. Diese profitierten davon, dass nach Drohnenangriffen auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien die Ölpreise nach oben schnellten. Der heimische Leitindex ATX ging um 0,64 Prozent höher bei 3052,20 Punkten aus dem Handel und stieg damit den bereits neunten Handelstag in Folge. 

Nach Angaben des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco umfasst der betroffene Komplex die größte Raffinerie des Landes und die größte Rohölstabilisierungsanlage der Welt. Die staatliche Nachrichtenagentur Saudi-Arabiens berichtete, dass infolge der "terroristischen Attacken" vom Samstag die Produktionsmenge um 5,7 Millionen Barrel auf etwa die Hälfte des üblichen Volumens pro Tag eingebrochen sei. Dies entspricht rund fünf Prozent des weltweiten Angebots an Erdöl. Die Ölpreise lagen am späten Nachmittag fast zwölf Prozent im Plus.

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