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Wirtschaft

Autoindustrie: Lichtblicke bei Herstellern und Zulieferern

30. Oktober 2020 00:04 Uhr

Autoindustrie: Lichtblicke bei Herstellern und Zulieferern
In China wurden im dritten Quartal um acht Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum.

WOLFSBURG. VW schüttelt Corona-Folgen ab, die Nachfrage in China zieht wieder an.

Positive Signale kommen von der durch die Coronakrise arg gebeutelten Autoindustrie: Die Branche sei auf dem Weg der Erholung, sagte voestalpine-Konzernchef Herbert Eibensteiner vor Kurzem. Gestern, Donnerstag, untermauerte der weltgrößte Autohersteller Volkswagen Eibensteiners Ansicht.

In den ersten neun Monaten meldete VW einen Vorsteuer-Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro. Zwar waren es in der Vorjahresperiode noch 14,6 Milliarden Euro gewesen, aber im ersten Halbjahr musste VW rund 1,4 Milliarden Euro Verlust verkraften.

"Das Geschäft des Volkswagen-Konzerns bleibt nach neun Monaten stark von der Covid-19-Pandemie beeinflusst", sagte Finanzvorstand Frank Witter. Gleichzeitig gebe es aber eine "deutliche Erholungstendenz" im dritten Quartal. Volkswagen hatte bereits angekündigt, ungeachtet der heiklen Lage auf den internationalen Automärkten auch heuer noch einen operativen Gewinn anzupeilen.

Ein Grund für den Optimismus ist das Geschäft in China, wo VW 40 Prozent seiner Fahrzeuge verkauft. Im Reich der Mitte zog die Nachfrage zuletzt wieder an. Von Juli bis September stiegen die Einzelhandelsverkäufe von Pkw in China im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent. In Summe waren es rund zwei Millionen verkaufte Fahrzeuge.

Für die deutschen Autokonzerne ist China der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt. Auch BMW und Daimler berichteten dort von gestiegenen Verkäufen. "China zieht weiter an und damit den ganzen Markt nach oben", sagte Klaus Rosenfeld, Chef des Autozulieferers Schaeffler. Allerdings will er nicht zu euphorisch sein. Es gebe mit dem bevorstehenden Brexit, den US-Wahlen und den steigenden Corona-Zahlen in Europa viele Unsicherheitsfaktoren.

Amag mit Ergebnis "zufrieden"

Die Automobilindustrie ist auch für den Innviertler Aluminiumkonzern Amag ein wichtiges Geschäftsfeld. Im dritten Quartal brach das Konzernergebnis nach Ertragssteuern von 30 auf 11,1 Millionen Euro ein. Der Umsatz sank um 18 Prozent auf 673,2 Millionen Euro. In Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei es ein "zufriedenstellendes Ergebnis", teilte Amag-Vorstandschef Gerald Mayer mit. Ein Vor-Corona-Niveau könne man in der Autobranche aber erst frühestens 2022 wieder erreichen, heißt es.

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