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Wirtschaft

Amag trotz weniger Gewinn für heuer optimistisch

Von nachrichten.at/apa   29. April 2021 08:38 Uhr

Lichtblick für den Arbeitsmarkt: Amag sucht mehr als 100 Mitarbeiter
Rund die Hälfte der abgesetzten Amag-Produkte sind gewalzte Teile - hier eine Aluminium-Rolle.

RANSHOFEN. Der oberösterreichische Aluminiumkonzern AMAG ist mit halb so viel Nettogewinn ins neue Jahr gestartet, zeigt sich aber dank eines generell positiven Marktumfelds und einer abgesehen von der Luftfahrtindustrie positiven Auftragsentwicklung für heuer optimistisch.

Die Absatzmengen erreichten laut CEO Gerald Mayer bis März das sehr gute Vor-Krisenniveau. Mengenrückgänge bei der Luftfahrt habe man durch andere Bereiche, vor allem Auto, kompensiert. Im Auftaktquartal halbierte sich der Nettogewinn im Jahresabstand von 11,5 Millionen auf 5,1 Millionen Euro, jedoch sei man - nach drei Kurzarbeits-Quartalen - deutlich positiv, betonte das Unternehmen am Donnerstag. Die wegen der Coronakrise im April vor einem Jahr eingeführte Kurzarbeit hatte die AMAG Ende 2020 wieder beendet.

Der Umsatz wuchs heuer im ersten Quartal um zwei Prozent auf 251,2 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 17 Prozent auf 30,3 Millionen Euro, fürs Gesamtjahr peilt man auf Basis der jetzigen Markt- und Preisannahmen eine Bandbreite von 125 bis 140 Millionen Euro an. Beim Betriebsergebnis (EBIT) verzeichnete man mit 9,3 Millionen einen Rückgang von 40 Prozent. Das Eigenkapital wird mit 604,0 (601,4) Millionen Euro beziffert, der Verschuldungsgrad mit 54,1 (Ende 2020: 52,7) Prozent.

Das Umsatzplus bis März habe man dank einer soliden Absatzmenge und einem gestiegenen Alu-Preis erzielt, so das Unternehmen. Das Absatzvolumen lag mit 98.500 Tonnen fast so hoch wie ein Jahr davor (99.600 t), jedoch habe man 11.000 t Primär-Alu wegen des verzögerten Auslaufens eines Transportschiffs im kanadischen Werk Alouette nicht mehr realisiert - diese Menge und deren Ergebnisbeitrag seien ins zweite Quartal verschoben.

Der aktuelle Auftragsstand sichere eine gute Auslastung am Standort Ranshofen (Oberösterreich) für die nächsten Monate, wird betont. Für Ranshofen würden rund 50 Mitarbeiter gesucht.

Im Segment Metall hat die AMAG laut eigenen Angaben von attraktiven Aluminium- und Tonerdepreisen profitiert. Der Alu-Preis (3-Monats-LME) lag heuer im ersten Quartal mit 2.106 Dollar pro Tonne um 23 Prozent höher als ein Jahr davor (1.713 Dollar/t). Die Produktion im Werk Alouette laufe auf unverändert stabilem Niveau. Insgesamt erreichte das Segment ein EBITDA von 10,3 (13,4) Millionen Euro, die Absatzmenge war etwas geringer.

Im Segment Gießen half das positive Marktumfeld der Autoindustrie, die Absatzmenge stieg etwas, das EBITDA betrug 3,5 (nach 1,4) Millionen Euro. Im Segment Walzen war das Absatzvolumen etwas geringer und das EBITDA lag mit 17,4 Millionen Euro unter Vorjahr (22,1 Millionen Euro). Einerseits zeige dies eine spürbar bessere Auftragslage, aber auch eine Belastung durch den covidbedingt veränderten Produktmix. Vor einem Jahr entfielen noch 10 bzw. 9 Prozent der Mengen im Segment Walzen auf Auto bzw. Luftfahrt, zuletzt waren es 16 versus 6 Prozent.

Für die weltweite Alu-Nachfrage gehe der Marktanalyst Commodity Research Unit (CRU) nun von einem höheren Anstieg aus, für Primär-Alu werde für heuer ein Plus von 8 Prozent prognostiziert, für die Jahre bis 2025 ein Wachstum von 4 Prozent jährlich, heißt es in einer Online-Präsentation der AMAG. Für Alu-Walzprodukte lauten die entsprechenden Erwartungen ebenfalls plus 8 Prozent für heuer sowie plus 5 Prozent p.a. bis 2025.

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